Immobilien: Wie sich die Lage am Markt im dritten Quartal entwickelt
In der deutschen Hauptstadt sind die Mieten für ältere Wohnungen in einem Jahr um fast 13 Prozent gestiegen.
Foto: IMAGO/Sabine GudathDüsseldorf. Die Diagnose klingt düster. „Die deutsche Wohnkrise spitzt sich zu“, sagt Gesa Crockford, Geschäftsführerin des Wohnungsportals Immoscout24, zur aktuellen Lage am deutschen Immobilienmarkt. Anhaltende Inflation, steigende Zinsen und hohe Baukosten setzen die Preise für Wohnimmobilien seit Monaten unter Druck – und lassen die Mieten steigen. Doch allmählich zeichnet sich eine neue Bewegung ab.
Denn Haus- und Wohnungskäufer in Deutschland scheinen den Zinsschock des vergangenen Jahres langsam zu überwinden. Wie aus dem am Mittwoch vorgelegten neuen Wohnbarometer des Immobilienportals Immoscout24 hervorgeht, das die Entwicklung der Angebotspreise für Mieten und Kaufimmobilien im dritten Quartal dieses Jahres nachzeichnet, steigt vor allem in den Metropolen die Nachfrage nach Bestandsimmobilien deutlich an.
So hat sich die Kaufnachfrage belebt, die Angebotspreise für Häuser und Eigentumswohnungen blieben trotz eines stark gestiegenen Angebots weitgehend stabil. Welche Städte sind besonders betroffen, und worauf müssen sich Wohnungssuchende und Immobilienverkäufer jetzt einstellen? Das sagen die Experten.
Die Preise für Wohnungen und Einfamilienhäuser stiegen laut den Daten von Immoscout24 im dritten Quartal deutschlandweit zwischen 0,2 und 0,3 Prozent sogar leicht nach oben. Der Angebotspreis für eine Bestandswohnung liegt dagegen aktuell bei 2575 Euro pro Quadratmeter. Auf Jahressicht ist das ein Rückgang um knapp fünf Prozent. Ein Quadratmeter Neubau kostet 4075 Euro, gut zwei Prozent weniger als im Sommer 2022.