Chart des Tages: Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell bewegen den Anleihemarkt
Frankfurt. Am Sonntag hatte Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed, einen Auftritt in der Sendung „60 Minutes“ des US-Fernsehsenders CBS. Im Interview betonte er, die Fed werde sehr vorsichtig sein beim Übergang zu Zinssenkungen.
„Wir brauchen noch mehr Sicherheit, bevor wir mit dem sehr wichtigen ersten Zinsschritt nach unten beginnen“, sagte er. Die bisherige Straffung der Geldpolitik mit Zinserhöhungen werde noch „einige Schmerzen“ verursachen, aber bisher sei das „noch nicht wirklich passiert“.
Mit anderen Worten: Powell ist sich nicht sicher, ob seine Politik schon ausreichend die Konjunktur gebremst hat, um die Inflation nachhaltig unter Kontrolle zu bekommen. Diese Bemerkungen trugen dazu bei, die Renditen der US-Staatsanleihen hochzutreiben, wobei der Effekt am Dienstag wieder nachließ.
Zuletzt rentierten die zehnjährigen Staatsanleihen etwas niedriger bei 4,115 Prozent. Der Markt preist laut der Nachrichtenagentur Bloomberg inzwischen für eine erste Zinssenkung im März nur noch eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent ein. Vor vier Wochen galt der Termin noch als fast sicher.