Zinswende: Schwellenländer profitieren von Zinssenkungen in den USA
Frankfurt. Von der Aussicht auf Zinssenkungen in den USA profitieren auch andere Teile der Welt, insbesondere Schwellenländer. Investoren lenken Kapital in aufstrebende Volkswirtschaften um, wie die Experten des internationalen Bankenverbands beobachten. Jonathan Fortun, Ökonom beim Institute of International Finance (IIF), prophezeit: „Eine lockere Geldpolitik in den Vereinigten Staaten wird Schwellenländern einen Schub geben.“
Laut IIF-Analysen verzeichneten die Aktienmärkte in Schwellenländern in den vergangenen zwei Monaten netto hohe Zuflüsse. Im Juli investierten Anleger dort 7,1 Milliarden Dollar Kapital mehr, als sie abzogen. Besonders stark war im Juli der Kapitalzustrom in Schwellenländeranleihen mit einem Plus von 33,2 Milliarden Dollar.
Experten des Vermögensverwalters Lazard geben sich sehr zuversichtlich, was die Aussichten für Schwellenländer betrifft: „Anziehendes Wirtschaftswachstum, höhere Gewinnerwartungen der Unternehmen, die weltweite geldpolitische Lockerung und Bewertungsabschläge sind allesamt gute Vorzeichen.“ Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) „würden ein günstigeres Umfeld für Aktien aus Schwellenländern schaffen, da die Stärke des US-Dollars potenziell nachlässt“, heißt es bei Lazard.