IPO: Schwieriger Start von Amer Sports an der New Yorker Börse
New York. Der finnische Sportausrüster Amer Sports hat seine Aktien vor dem Börsengang in New York nur mit Mühe bei Investoren untergebracht. Der Inhaber von Marken wie Arc'teryx-Outdoor-Kleidung, Wilson-Tennisschlägern, Salomon- und Atomic-Ski legte den Ausgabepreis mit 13 Dollar deutlich unterhalb der Spanne fest, die von 16 bis 18 Dollar reichte.
Anleger machten sich vor allem Sorgen wegen der Abhängigkeit von Amer Sports vom chinesischen Markt, wo der Mehrheitsaktionär Anta Sports sitzt. Dort sind die Umsätze in den ersten neun Monaten 2023 um zwei Drittel gestiegen. China steht inzwischen für fast 20 Prozent des Geschäfts von Amer Sports.
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Der Erlös aus dem Börsengang beläuft sich auf 1,37 Milliarden Dollar. Zum Ausgabepreis wird Amer Sports mit 6,3 Milliarden Dollar bewertet - gehofft hatte das Unternehmen auf bis zu zehn Milliarden. Die Aktien werden am Donnerstag zum ersten Mal an der New Yorker Börse gehandelt.
Organisiert wurde die Emission von den US-Investmentbanken Goldman Sachs, Bank of America, JPMorgan und Morgan Stanley. Amer Sports war bis 2019 an der Börse in Helsinki gelistet, bis ein Konsortium um den chinesischen Sportartikel-Riesen Anta das Unternehmen von der Börse nahm. Damals war Amer Sports mit fünf Milliarden Dollar bewertet worden.
Der enttäuschende Ausgabepreis für Amer ist ein erneuter Rückschlag für Neuemissionen in den USA, die seit zwei Jahren lahmen. Der Gesundheits-Dienstleister Bright Spring Health Services hatte seine Aktien in der vergangenen Woche ebenfalls unterhalb der Spanne ausgegeben und notiert seither unter dem Ausgabepreis.
Erstpublikation: 01.02.2024, 15:46 Uhr.