Neuemissionen: Verpatztes Börsendebüt von Birkenstock dämpft Stimmung am IPO-Markt
Frankfurt.
Michael Chu (Dritter von links), Co-Chef von L Catterton, Birkenstock-Chef Oliver Reichert (Zweiter von rechts) und Alexandre Arnault von LVMH haben den Börsengang begleitet.
Foto: APDas schwache Börsendebüt des Sandalenherstellers Birkenstock in New York hat Hoffnungen auf ein Comeback des Marktes für Neuemissionen deutlich gedämpft. Das Traditionsunternehmen aus Deutschland legte einen enttäuschenden Start hin, die Aktie notierte am Ende des ersten Handelstages 12,6 Prozent unter dem in der Mitte der Spanne gewählten Ausgabepreis von 46 Dollar. Am Donnerstag notierte die Aktie im frühen Handel weitere 3,5 Prozent tiefer.
Das aktuelle Marktumfeld hat sich in den vergangenen Wochen wieder eingetrübt – neben Rezessionsängsten und den gestiegenen Zinsen rücken jetzt mit dem Angriffskrieg gegen Israel auch wieder geopolitische Risiken ins Blickfeld.
Was heißt das für deutsche Anleger? Viele Investmentbanker und Berater rechnen nun nicht mehr damit, dass es in diesem Jahr noch viele weitere, große Initial Public Offerings – abgekürzt IPOs- geben wird. Dennoch lauern mehrere Börsenkandidaten auf ihre Chance.
Es sei „davon auszugehen, dass Emissionen aus der inzwischen gut gefüllten Transaktionspipeline eher im kommenden Jahr gestartet werden als in den zwei verbleibenden Monaten des laufenden Jahres“, sagt Malte Hopp, Leiter des Kapitalmarktgeschäfts für Deutschland und Österreich bei der Investmentbank Citi.