Rekord-IPO: Schock in Schanghai – Mega-Börsengang der Ant Group ist gestoppt
Düsseldorf. Der Milliardär Jack Ma hatte immer schon ein gespaltenes Verhältnis zur chinesischen Führung. „Meine Philosophie ist es, die Regierung zu lieben – aber sie nicht zu heiraten“, sagte er einst. Ohne die Unterstützung des Staates ist ein Aufstieg in China kaum möglich. Zu viel Nähe zur Partei kann jedoch auch zur Gefahr werden. Jack Ma versuchte es mit einem Mittelweg.
Es sollte der größte Börsengang aller Zeiten werden. Die Anleger rissen sich um die Papiere, die nach den bisherigen Plänen ab Donnerstag an den beiden Börsen in Schanghai und Hongkong gehandelt worden wären.
Doch nun kommt alles anders. Die staatliche Börse in Schanghai stoppte das Vorhaben am Dienstag völlig unerwartet. In einer Mitteilung hieß es, Ma sei für „Interviews“ einbestellt worden und es habe andere „wichtige Themen“ gegeben. Dazu gehöre das „regulatorische Umfeld für Finanztechnologie“.