Nvidia: China erlaubt Kauf von Nvidia-KI-Chips offenbar nur in Ausnahmefällen
Bangalore. Die chinesische Regierung schränkt einem Medienbericht zufolge den Kauf von KI-Chips des US-Konzerns Nvidia ein. Peking habe einigen Technologieunternehmen mitgeteilt, der Erwerb der H200-Prozessoren werde nur unter besonderen Umständen genehmigt, berichtete das Technologie-Portal „The Information“ am Dienstag unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.
Als Beispiel sei die Forschung an Universitäten genannt worden. Die Vorgaben seien bewusst vage gehalten: Die Firmen dürften die Chips nur kaufen, wenn dies „notwendig“ sei. Nvidia und die chinesische Botschaft in den USA nahmen zunächst nicht Stellung.
Der H200 ist der zweitstärkste Chip von Nvidia und bietet etwa sechsmal so viel Leistung wie der H20-Chip, den der Konzern speziell für den chinesischen Markt entwickelt hatte. Er übertrifft auch Produkte chinesischer Konkurrenten wie Huawei deutlich. US-Präsident Donald Trump hatte den Export der H200-Chips nach China jüngst unter Auflagen erlaubt und damit ein Verbot seines Vorgängers Joe Biden aufgehoben.
Chinesische Firmen bestellten daraufhin nach Reuters-Informationen mehr als zwei Millionen Stück zum Preis von je rund 27.000 Dollar. Peking versucht jedoch, die heimische Chipindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern.