Märkte: Anleihe-Großfonds erklären Ära stabiler Treasuries für beendet
Auch wenn die Zinsen wieder sinken, bleibe das nächste Jahrzehnt sehr volatil, prognostiziert die Tochtergesellschaft der Allianz.
Foto: IMAGO/Levine-RobertsNew York. Eigentlich gelten US-Staatsanleihen als Stabilitätsanker. Doch diesen Status könnten sie verlieren. Denn die jüngsten heftigen Schwankungen bei den Treasuries sind nach Ansicht der größten Anleihefondsmanager der Welt der Beginn einer neuen Ära von Turbulenzen. Sie werde so lange anhalten, bis die Währungshüter die Inflation nachhaltig wieder unter Kontrolle gebracht haben.
Der Volatilitätsindex für den größten Bondmarkt der Welt ist bereits auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt während der großen Finanzkrise beobachtet wurde. Von der Krise der US-Regionalbanken bis hin zum Streit um die Schuldenobergrenze hielten eine Vielzahl von Risiken die Fondsmanager im Jahr 2023 auf Trab.
Die US-Fondsriesen Blackrock und Vanguard sowie der weltgrößte private Anleiheinvestor, die Allianz-Tochter Pacific Investment Management (bekannt als Pimco), die zusammen Billionen von Dollar verwalten, sehen dies als die neue Realität an, mit der sich die Anleger womöglich auf Jahre hinaus auseinandersetzen müssen. Grund dafür sei der Kurswechsel der US-Notenbank Fed und die Erhöhung der US-Leitzinsen.