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RentenmarktAusverkauf bei Anleihen – Bund-Rendite steigt auf höchsten Stand seit Mai

Für Unruhe sorgt die Erwartung, dass die britische Notenbank früher als die EZB die Zinsen erhöhen könnte. Am US-Anleihemarkt wird am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt. 11.10.2021 - 11:41 Uhr Artikel anhören

An den Geldmärkten wird mittlerweile eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um zehn Basispunkte bis Ende 2022 voll eingepreist.

Foto: dpa

Die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik angesichts der steigenden Inflation setzt die Rentenmärkte weiter unter Druck. Anleger in der Euro-Zone werfen Anleihen aus ihren Depots, die Kurse sinken, und im Gegenzug ziehen die Anleiherenditen deutlich an.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte zum Wochenstart um mehr als zwei Basispunkte auf minus 0,117 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Mai. An den Geldmärkten wird mittlerweile eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um zehn Basispunkte bis Ende 2022 voll eingepreist. Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten.

Für Unruhe an den Anleihemärkten sorgte zudem die Erwartung, dass die Bank of England (BoE) deutlich vor der EZB die Zinsen anheben werde. Das BoE-Führungsmitglied Michael Saunders sagte einem Zeitungsbericht vom Wochenende zufolge, Haushalte sollten sich angesichts des Inflationsdrucks auf eine „deutlich frühere“ Zinserhöhung einstellen. Auch der britische Notenbankchef Andrew Bailey zeigte sich in einem Interview am Wochenende besorgt über eine das Zwei-Prozent-Ziel übersteigende Inflation.

Die Rendite zweijähriger britischer Bonds sprang zum Handelsauftakt am Montag um sieben Basispunkte auf 0,603 Prozent nach oben. Die Rendite auf zehnjährige britische Bonds stieg auf 1,205 Prozent und markierte damit den höchsten Wert seit Mai 2019. Der Spread zwischen den zehnjährigen britischen Papieren und Bundesanleihen kletterte auf 132 Basispunkte und damit auf die größte Differenz seit 2016.

Auch die Renditen der US-Staatsanleihen waren am Freitag stark angezogen. Zwar war der US-Arbeitsmarktbericht schwächer ausgefallen als erwartet; Anleger rechneten aber weiterhin mit einem Abschmelzen der Anleihekäufe der US-Notenbank in den kommenden Wochen. Am Montag bleiben der US-Anleihemärkte wegen des Columbus Day geschlossen. 

rtr
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