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FinanzmärkteEU will Kapitalmärkte nach Brexit stärken

Transparenz bei Aktienkursen und klarere Regeln für grenzüberschreitende Fonds: Diese Verbesserungen will die EU jetzt angehen. Damit plant sie unabhängiger werden. 05.11.2021 - 18:23 Uhr Artikel anhören

Die Börse in London ist der größte Finanzplatz in Europa.

Foto: imago/Panthermedia

London. Die Europäische Union will diesen Monat weitere Reformen zur Stärkung des Kapitalmärkte nach dem Brexit auf den Weg bringen. Dazu zählten Schritte zur Verbesserung der Transparenz bei Aktienkursen sowie klarere Regeln für grenzüberschreitende Fonds, sagte EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness am Freitag auf einer Veranstaltung der portugiesischen Börsenaufsicht CMVM. Nach dem Austritt Großbritanniens will die EU die Abhängigkeit von der Londoner City, dem größten Finanzplatz Europas, verringern.

„Wir wollen die Europäische Union zum Hauptplatz für den Handel mit allen Finanzanlageklassen in Euro machen, vor allem bei Aktien, börsennotierten Fonds, Anleihen und Derivaten“, sagte McGuinness. Zudem soll die EU weniger abhängig von Großbritannien beim Clearing von Euro-Finanzderivaten werden. Sie werde in diesem Monat neue Regeln für Vermögensverwalter im Markt für alternative Investmentfonds vorschlagen, erklärte die EU-Kommissarin.

Die Veränderungen beträfen die Delegierung, wenn ein solcher Fonds in der EU einen Vermögensverwalter mit Sitz außerhalb der Ländergemeinschaft hat. Die Fondsindustrie sorgte sich zuletzt, dass diese Vorgehensweise künftig erschwert wird. McGuinness signalisierte hier aber ein pragmatisches Vorgehen.

Die Kommissarin erwägt, die Regeln für Profiinvestoren bei langfristigen Investmentfonds (ELTIFs) zu entschärfen. Auch die Untergrenze von 10.000 Euro für Kleinanleger bei diesen Instrumenten solle überdacht werden. Über ELTIFs können Anleger Geld in Firmen und Vorhaben investieren, die langfristiges Kapital benötigen. Dazu gehören etwa Infrastruktur- oder Clean-Energy-Projekte.

Zudem will McGuinness die Schaffung europaweit konsolidierter Finanzmarktdaten vorantreiben. Investoren bekämen dadurch Zugang zu Informationen über Wertpapierkurse aus der ganzen Ländergemeinschaft. Darüber hinaus soll es einen Gesetzesvorschlag zur Schaffung eines einheitlichen Zugangspunktes geben, über den Investoren Informationen zu Unternehmen und Finanzprodukten erhalten können.

rtr
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