Insiderhandel: Bafin prüft Absturz der Curevac-Aktie
Die Aktie von Curevac war letzte Woche nach enttäuschenden Studienergebnissen um mehr als 40 Prozent eingestürzt.
Foto: dpaFrankfurt. Der Kursabsturz der Curevac-Aktie hat die Finanzaufsicht Bafin auf den Plan gerufen. „Die Bafin schaut sich Kursausschläge regelmäßig mit Blick auf mögliche Verdachtsmomente von Marktmanipulation oder Marktmissbrauch an“ , erklärte ein Behördensprecher am Montag. Zu konkreten Einzelfällen wolle man sich darüber hinaus nicht äußern.
Die Aktie von Curevac war nach enttäuschenden Studienergebnissen bei dem Covid-Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens am Donnerstag um mehr als 40 Prozent eingebrochen.
Die „Rheinische Post“ hatte zuvor unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, dass die Bafin dem Verdacht nachgehe, ob jemand aus den Unternehmen Curevac oder Bayer sein Insiderwissen genutzt und rechtzeitig Aktien abgestoßen haben könnte.
Bayer ist Kooperationspartner von Curevac. Eine Curevac-Sprecherin erklärte, eine Prüfung durch die Bafin sei dem Unternehmen nicht bekannt. „Wir wurden von der Bafin in Bezug auf etwaige Vorgänge nicht kontaktiert.“
Curevac hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sein Covid-19-Impfstoff in der entscheidenden klinischen Studie nach vorläufigen Daten nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent gezeigt hat. Die Aktie verbuchte nach Bekanntgabe der Daten einen Rekord-Tagesverlust von rund 44 Prozent, insgesamt lag das Kursminus vergangene Woche bei mehr als 30 Prozent.