Binance: Gründer der größten Krypto-Börse Binance steht vor Rücktritt
Der Binance-Gründer könnte in den USA strafrechtlich belangt werden.
Foto: ReutersWashington, Frankfurt. Die Kryptobranche steht vor einer weiteren großen Zäsur. Der Gründer und CEO der weltgrößten Kryptobörse Binance, Changpeng Zhao, steht vor dem Rücktritt, wie das „Wall Street Journal“ am Dienstag berichtete. Er soll noch am selben Tag vor einem Gericht in Seattle, im US-Bundesstaat Washington erscheinen und sich in zivilrechtlichen und strafrechtlichen Klagen schuldig bekennen.
Schon seit Jahren ermitteln die US-Behörden gegen Binance und werfen dem Unternehmen unter anderem Geldwäsche sowie die Missachtung von Sanktionen gegen Iran und Russland vor. Zudem steht der Verdacht im Raum, dass die Terrororganisation Hamas einen Teil ihrer Mittel über Binance erhalten haben soll.
Zhao, der in der Branche gern „CZ“ genannt wird, soll einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt haben, wie die Zeitung weiter berichtet. Er sehe vor, dass CZ von seinem Posten als CEO zurücktritt und das Unternehmen eine Strafe von rund vier Milliarden Dollar zahlt.
Es wäre eine der höchsten Strafen der US-Regierung, die jemals gegen ein Unternehmen verhängt wurden. So solle es der Kryptobörse jedoch möglich sein, weiter zu bestehen. CZ soll zudem seinen Mehrheitsanteil an Binance behalten können, auch wenn er keinen Vorstandsposten mehr halten darf. Sein Schuldspruch wird zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.