Kryptobörse: Ein Wunderkind stürzt ab und reißt 220 Milliarden Dollar mit: Die Lehren aus der Mega-Pleite von FTX
Nach der Pleite seiner Kryptobörse haben ihn gleich mehrere Behörden im Visier.
Foto: Getty Images (2)Frankfurt, Jerusalem. Es ist wohl einer der größten Kryptoskandale in der Geschichte: Die Insolvenz der einst drittgrößten Kryptobörse der Welt FTX. Die US-Börsenaufsicht SEC, das Justizministerium und eine ganze Reihe weiterer Behörden haben FTX und ihren Gründer Sam Bankman-Fried ins Visier genommen. Bankman-Fried – der einstige Star der Szene – steht im Verdacht, ein großer Betrüger gewesen zu sein. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, Milliardenverluste bei seinem Hedgefonds Alameda Research mit Kundengeldern von FTX gestopft zu haben.
Es ist die dritte große Kryptokrise des Jahres: Mitte Mai crashte das Kryptoprojekt Terra und löschte Anlegervermögen in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar aus. Und im Juli meldete bereits die Kryptoplattform Celsius Network Insolvenz an. Doch welche Lehren können Anleger, Kryptoplattformen und Regulierer nun aus der erneuten Krise ziehen?
Für Privatanleger, die über FTX investiert waren, sind die Aussichten zunächst ernüchternd. „Das Geld ist sehr wahrscheinlich weg“, sagte Philipp Sandner, Leiter des Blockchain-Centers der Frankfurt School of Finance. Es bestehe für Anleger – wenn überhaupt – nur sehr wenig Hoffnung.