Rohstoffe: Venezuela ist wieder am Ölmarkt vertreten – dank der USA
Die Ölindustrie Venezuelas liegt weitgehend brach.
Foto: ReutersIn Reaktion auf eine Wahlrechtsreform Venezuelas habe man „allgemeine Genehmigungen für Transaktionen im venezolanischen Öl-, Gas- und Goldsektor erteilt und das Verbot des Sekundärhandels aufgehoben“, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit.
Der bislang verbotene Handel mit Öl des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA ist ab sofort wieder erlaubt. Auch Finanztransaktionen, etwa die Bezahlung von Öllieferungen, oder die Versicherung von Tankern, die venezolanisches Öl geladen haben, ist nun wieder möglich. Zudem können US-Ölkonzerne wie Chevron wieder in die venezolanische Ölinfrastruktur investieren. Ein noch drängenderer Grund als die Wahlrechtsreform in dem lateinamerikanischen Land ist die Eskalation im Nahen Osten, die am Ölmarkt Sorgen vor einem erneuten Angebotsengpass schürt.
Seit dem Angriff von Hamas-Terroristen auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober rechnen Marktteilnehmer damit, dass die USA bestehende Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor wieder strikter durchsetzen werden. Der Iran gilt als einer der wichtigsten Financiers der Terrormiliz Hamas.