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Tesla-Chef Elon Musk signalisiert Unterstützung für Kryptowährungen – Bitcoin-Preis reagiert erneut

Der Tesla-Chef schickt die Märkte mit einem überraschenden Signal erneut auf Achterbahnfahrt. Dieses Mal gibt sein Tweet den Märkten kurzzeitig Rückenwind.
23.05.2021 - 11:14 Uhr 1 Kommentar
Die Märkte verfolgen die Äußerungen des Tesla-Chefs sehr genau. Quelle: dpa
Elon Musk

Die Märkte verfolgen die Äußerungen des Tesla-Chefs sehr genau.

(Foto: dpa)

Denver Elon Musk demonstriert erneut, wie viel Einfluss er auf die Kryptomärkte hat. In einem vom Tesla-Chef selbst gestarteten Thread auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, in dem er Magie mit Technologie verglich, fragte ein Nutzer, was Musk von Leuten halte, „die wegen Krypto wütend auf dich sind“.

Die wahre Schlacht werde zwischen Fiat und Krypto geschlagen, antwortete Musk. „Und unterm Strich unterstütze ich Letzteres“, so der Tesla-Chef. Als Fiatgeld werden Währungen wie der Euro oder der US-Dollar bezeichnet, die von Zentralbanken herausgegeben werden. Kryptowährungen dagegen sind klassischerweise dezentral organisiert. Das heißt, sie basieren auf Computerprogrammen, die nicht von einem Unternehmen oder einer Regierung gesteuert und damit auch abgeschaltet werden können.

Für die Bitcoin-Investoren war Musks Tweet ein willkommenes Signal. Der Bitcoin-Kurs stieg zeitweise auf gut 38.700 Dollar, ein Plus von rund 3000 Dollar. In der Folge fiel die größte und älteste Digitalwährung wieder deutlich ab. Sie liegt am Sonntagvormitttag knapp unter 35.000 Dollar.

Krypto-Investoren erlebten in den vergangenen zwei Wochen eine wilde Achterbahnfahrt. Musk hatte sich seit Anfang das Jahres zunächst als Verfechter von Kryptowährungen positioniert – nachdem er Anfang Februar angekündigt hatte, einen kleinen Teil von Teslas Cash-Reserven in Bitcoin angelegt zu haben. „In Zeiten von negativen Realzinsen würde nur ein Spinner sich anderswo umsehen“, hatte Musk damals die Entscheidung zum Krypto-Investment begründet.

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    Das verhalf dem Bitcoin zu neuen Rekorden und zu mehr Akzeptanz, auch bei Profi-Investoren und anderen Unternehmern. Auch die Spaßwährung Dogecoin hatte Musk lange Zeit mit Tweets unterstützt und einem Medienbericht zufolge auch Doge-Programmierer beraten.

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    Musk verwirrt die Anleger

    Seit Mitte Mai jedoch sendet Musk jedoch widersprüchliche Signale. Zunächst erklärte er, Tesla werde Bitcoins nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren. Auch deutete er an, dass Tesla seine Bitcoin-Bestände verkaufen könnte.

    Musk war plötzlich über den hohen Energieverbrauch besorgt, der zum Betrieb der Kryptowährung nötig ist. Tesla ist als Elektroautobauer schließlich darauf bedacht, Emissionen zu reduzieren und zieht damit auch sogenannte ESG-Investoren an. Diese sind auf der Suche nach Unternehmen, die hohe Standards bei ökologischen, sozialen und Governance-Gesichtspunkten einhalten.

    Das hatte zu einem Crash an den Kryptomärkten geführt, bei dem der Bitcoin zeitweise an die Marke von 30.000 Dollar zurückfiel. Musk ist seitdem heftiger Kritik ausgesetzt. Kleinanleger, die dank Musk weiter auf deutliche Kursgewinne gehofft hatten, beklagten heftige Verluste in sozialen Medien wie Twitter und Reddit. Auch die Tesla-Aktie gab deutlich nach.

    Zuletzt zeigte sich Musk, der wie kein anderer die Krypto-Kurse beeinflussen kann, deutlich milder. Tesla habe „Diamentenhände“, stellte er kürzlich klar. In der Szene gilt das als ein Signal, dass er seine Bitcoin-Bestände nicht verkaufen werde. Auch deutete er an, dass er dabei helfe, Dogecoin energieeffizienter zu machen. Der Tweet vom Samstag ist ein weiteres Zeichen seiner grundsätzlichen und langfristigen Unterstützung.

    Grafik

    Neuer Druck aus China

    Die Krypto-Märte sind unterdessen auch von anderer Seite unter Druck geraten. Die Regierung in China hatte am Freitag gewarnt, dass sie das sogenannte Schürfen („Mining“) von Kryptowährungen bekämpfen werde, um die von den Digitalwährungen ausgehenden finanziellen Risiken zu begrenzen. Es war bereits das zweite negative Signal aus China in wenigen Tagen.

    Das Land ist mit einer eigenen, von der Zentralbank ausgegebenen Digitalwährung schon sehr weit und könnte daher ein Interesse daran haben, die Dominanz des Bitcoin zu beenden. In China sitzen ein Großteil der Miner, dort ist die Nutzung von klimaschädlicher Energie besonders hoch.

    Mehr: Tesla-Gründer Elon Musk will Dogecoin effizienter machen und löst neue Kursrally aus

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    1 Kommentar zu "Tesla-Chef: Elon Musk signalisiert Unterstützung für Kryptowährungen – Bitcoin-Preis reagiert erneut"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • China scheint klug staatliche Interessen und Interessen der Allgemeinheit zu vertreten:
      - Kryptos schaden der Umwelt wegen des hohen Energieverbrauchs.
      - Mit Kryptos können leicht illegale Geschäfte abgewickelt werden.
      - Kryptos unterstützen Erpressung, Entführung
      - Kryptos haben keinen inneren Wert und sind letztlich
      - absolut unnötig.

      China ist USA und EU voraus.

      Wie bezeichnet man einen Menschen, der öffentlich das Fiat - System in Frage stellt wie Musk?
      Staatsfeind? Rebell? Naivling?
      Krypto ist nichts ohne Fiat - ohne Fiat gäbe es keine Spekulation auf Krypto! Mit Edelmetallen kann man auch gegen Fiat wetten oder anderen Sachinvestitionen - doch diese sind werthaltig und haben keinen nennenswerten Energieverbrauch.
      Und ESG hat Musk noch nie interessiert: der enorme Energie- und Rohstoff- Verbrauch bei der Herstellung der riesigen Tesla - Batterien ist eine gigantische Ressourcen Verschwendung. Dabei werden diese Fahrzeuge selten mehrere Hundert Tausend Kilometer gefahren bis sich eine ökologische Sinnhaftigkeit vielleicht einstellen könnte.

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