USA: Dollar sinkt wegen Trumps Zollkapriolen bis nahe ans April-Tief
Frankfurt. Die neuerlichen Zollkapriolen setzen dem Dollar zu. Die Weltleitwährung fiel zu Wochenbeginn bis nah ans Drei-Jahres-Tief von Anfang April. Auch diesmal ist die unberechenbare Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump der Auslöser.
Der Dollar verlor zu anderen wichtigen Währungen bis zu 0,4 Prozent an Wert: Der Dollar-Index, der den Wert zum Euro und zu anderen Devisen misst, sackte am Montagmorgen kurzzeitig unter 98,70 Dollar. Das Jahrestief von knapp unter 98 Dollar ist nicht mehr fern.
Der Euro nähert sich dem Jahreshoch von 1,1573 Dollar. Am Montag legte die Gemeinschaftswährung um bis zu 0,5 Prozent auf 1,1418 Dollar zu – auch weil Anleger wegen Trumps Zoll-Aufschub europäische Aktien kauften. Der Wechselkurs liegt somit knapp elf Prozent höher als im Januar: Rund um Trumps Amtsantritt war der Euro zeitweise weniger als 1,02 Dollar wert.
Lagarde sieht historische Chance für den Euro
Unberechenbare Zoll-Eskapaden, Sorgen vor einer Schuldenkrise in den USA und Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed: Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sieht eine historische Chance für den Euro. „Angesichts des derzeitigen Wandels scheint die Zeit reif zu sein für eine größere internationale Rolle des Euros“, sagte Lagarde am Montag in Berlin.