Nikkei, Topix & Co.: Märkte in Asien reagieren uneinheitlich nach Trumps neuen Zöllen
Tokio. Die Finanzmärkte in Asien haben nach der Ankündigung neuer Zölle für einige Länder der EU und Großbritannien uneinheitlich reagiert. Während einige Märkte zulegten, gaben andere nach. Am stärksten waren die Ausschläge in Japan: Der Nikkei-225-Index rutschte zeitweise um mehr als ein Prozent ab, die Anleihenrenditen stiegen und der Yen gewann an Wert.
Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ führte die Ausnahme des japanischen Finanzmarkts auf eine Kombination aus innenpolitischen und globalen Faktoren zurück: Die anhaltende Unsicherheit über die vorige Woche überraschend von Regierungschefin Sanae Takaichi angekündigte vorgezogene Parlamentswahl sowie die Besorgnis über die Zollpolitik von US-Präsident Trump und andere nationale und internationale Faktoren „belasteten die Stimmung erheblich“, so die Nikkei.
Ruhige Lage an den Aktienmärkte
Ein Blick auf die Entwicklungen zeigt, dass die Anleger auf den drohenden Zollkrieg zwischen den USA und der EU noch nicht mit Panik reagieren. Trump hatte am Wochenende angekündigt, Zölle für einige EU-Länder von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen, wenn es in den kommenden Monaten nicht zu einem Abkommen für einen Verkauf von Grönland komme. Die Ausschläge in Asien und Australien fielen dennoch moderat aus.