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Börse AsienJapanische Börse erholt sich – Kauflaune in China gedämpft

Die Börsen in Japan notieren im Plus, die Märkte in der Volksrepublik liegen unverändert. Im Fokus steht die Zinserhöhung der Fed. 09.06.2023 - 08:40 Uhr Artikel anhören

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum sind am Freitag auf den höchsten Stand seit Mitte Februar gestiegen.

Foto: Reuters

Tokio, Peking. Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum sind am Freitag auf den höchsten Stand seit Mitte Februar gestiegen. Sie spiegelten die Erholung an der Wall Street wider, als sich die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche auf eine Zinserhöhung verzichten wird. Die Wetten auf eine Zinspause wurden durch die über Nacht veröffentlichten Daten der amerikanischen Arbeitslosenanträge gestützt, die auf einen Höchststand seit über einem Jahr geklettert sind.

Die Chancen, dass die Fed die Zinsen am 14. Juni um einen Viertelpunkt anhebt, stehen nun bei eins zu vier, während die Wahrscheinlichkeit einer Pause bei 75 Prozent liegt. Der Markt geht jedoch davon aus, dass eine Zinserhöhung bis zur Entscheidung am 26. Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 80 Prozent weitgehend sicher ist.

„Ich würde nicht alles auf eine Zinserhöhung setzen, aber ich denke, wir sollten mindestens 50 Prozent einkalkulieren“, sagte Tony Sycamore, ein Analyst bei IG Markets in Sydney. „Ich weiß, dass man auf die Kommentare des Fed-Vorsitzenden (Jerome) Powell verweisen kann, die eher für ein Halten als für eine Anhebung sprechen. Aber seit seiner letzten Rede hat es einige interessante Entwicklungen gegeben.“

Nach dem jüngsten Rücksetzer ist der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Freitag auf Erholungskurs gegangen. Er gewann 1,9 Prozent auf 32.223 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index rückte um 1,5 Prozent vor. Der Nikkei-Index habe zwei Handelstage hintereinander verloren, das verleite Anleger nun zum Wiedereinstieg, sagte Jun Morita von Chibagin Asset Management.

Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent.

Inflation in China bleibt unter den Erwartungen – Erzeugerpreise fallen weiter

Die am frühen Morgen von der chinesischen Statistikbehörde veröffentlichten Inflationszahlen sorgten für gedämpfte Stimmung. Demnach stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, die Erzeugerpreise erfuhren einen Rückgang um 4,6 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Minderung von 4,3 Prozent gerechnet.

Im April waren die Verbraucherpreise mit einem Plus von 0,1 Prozent so langsam gestiegen wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr, im Mai rechneten Analysten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent. Die jüngsten Konjunkturdaten hatten gezeigt, dass sich Chinas Wirtschaft nach Aufhebung der strengen Corona-Beschränkungen im Dezember wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung und der schwächelnden Inlandsnachfrage nur langsam erholt.

„Das Risiko einer Deflation belastet die Wirtschaft nach wie vor“, sagte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management. „Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren senden konsistente Signale, dass sich die Wirtschaft abkühlt“, fügte er hinzu.

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Analysten haben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr angesichts der anhaltenden Anzeichen einer Verlangsamung nach unten korrigiert. Die Regierung hat für dieses Jahr ein bescheidenes BIP-Wachstumsziel von rund fünf Prozent festgelegt, nachdem sie das Ziel für 2022 deutlich verfehlt hatte.

rtr
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