Börsen-Vorschau: Zwischen Italien und Inflation: Europas Aktienmärkten steht eine schwierige Woche bevor
Nicht nur in Italiens Finanzzentrum wird der Ausgang der Parlamentswahlen mit Sorge gesehen.
Foto: dapdFrankfurt. Die internationalen Märkte sind am Ende der vergangenen Handelswoche deutlich unter Druck geraten: So fiel der Dax am Freitag auf sein neues Jahrestief von 12.181 Punkten und ging schließlich zwei Prozent tiefer aus dem Handel. Einige europäische Indizes lagen noch deutlicher im Minus als der deutsche Leitindex. Und auch in den USA ging es noch weiter bergab – der Dow Jones erreichte ebenfalls ein neues Jahrestief.
Dies sind keine guten Vorzeichen für diese Woche, die ohnehin schwierig werden dürfte. Am Montag notierte der Dax zum Handelsstart leicht im Minus. Ein Grund: Bei den Parlamentswahlen in Italien hat die Partei der Postfaschistin Giorgia Meloni, Fratelli d'Italia, laut vorläufigem Wahlergebnis fast 26 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Das Rechtsbündnis ihrer Partei mit der Lega des ehemaligen Innenministers Matteo Salvini und der Forza Italia des ehemaligen Premierministers Silvio Berlusconi wird damit in beiden Kammern des italienischen Parlaments über deutliche Mehrheiten verfügen.
Möglich wäre, dass Spekulanten nun vermehrt auf sinkende Kurse italienischer Staatsanleihen wetten, weil sie testen wollen, ob die Europäische Zentralbank (EZB) beherzt mit Käufen einspringt. Das dürfte wiederum auch den Euro weiter unter Druck setzen, der erst am Freitag ein neues 20-Jahres-Tief erreicht hatte.