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Dax aktuellDax schließt leicht im Minus – Bayer nach schlechten Quartalszahlen größter Verlierer

Inmitten zahlreicher Quartalszahlen bleiben Anlegerinnen und Anleger zurückhaltend. Suse-Aktien brechen nach einer Prognosesenkung deutlich ein.Charlotte Raskopf 11.05.2023 - 17:43 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Wie sind die Perspektiven für den deutschen Leitindex?

Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M]

Düsseldorf. Anlegerinnen und Anleger haben sich am Donnerstag zurückgehalten: Der Dax schließt 0,4 Prozent im Minus bei 15.835 Punkten. Zwischen Tageshoch und Tagestief liegen rund 215 Punkte.

Der deutsche Leitindex stand am Donnerstag im Zeichen der Quartalszahlen: Bereits vor Handelsstart öffneten gleich mehrere große Dax-Konzerne ihre Bücher: Merck, RWE, Deutsche Telekom, Bayer und Hannover Rück. Die Ergebnisse fielen gemischt aus.

  • RWE bestätigte, dass das bereinigte Ebitda im ersten Quartal auf 2,8 Milliarden Euro von zuvor 613 Millionen Euro angestiegen ist und unterstrich seine Prognosen für das Gesamtjahr. Zudem will der Konzern seine Investitionen in das Ökostromgeschäft weiter ausbauen. Die Papiere notieren zum Handelsschluss kaum verändert.
  • Auch die Deutsche Telekom legt positive Zahlen vor: Der Konzern konnte Gewinn und Umsatz im ersten Quartal steigern und hob sein Gesamtjahresziel für das bereinigte operative Ergebnis leicht an. Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz um 0,3 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn um 0,9 Prozent auf zehn Milliarden Euro. Die Aktie gewinnt 1,1 Prozent.
  • Mit Hannover Rück ist ein weiterer Dax-Konzern überraschend gut ins Jahr gestartet. Der Nettogewinn des Rückversicherers lag im ersten Quartal bei 484 Millionen Euro. Für die Papiere geht es 0,4 Prozent nach oben.
  • Bayer verzeichnet dagegen aufgrund niedrigerer Glyphosat-Preise und eines schwächeren Pharmageschäfts einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns im ersten Quartal um fast 15 Prozent auf 4,47 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem etwas leichteren Rückgang gerechnet. Der Umsatz sank um 1,7 Prozent auf 14,39 Milliarden Euro. Der Konzern geht nun davon aus, im Gesamtjahr eher das untere Ende seiner Prognose zu erreichen. Die Papiere verlieren mehr als sieben Prozent und sind damit die größten Verlierer im Dax.
  • Merck kämpft weiter mit dem Rückgang des Coronageschäfts: Der Konzern konnte den Umsatz nur noch leicht auf rund 5,3 Milliarden Euro ankurbeln. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) ging um etwa knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1,59 Milliarden Euro zurück. Analysten hatten hier allerdings mit noch weniger gerechnet. Die Papiere gewinnen 2,7 Prozent und sind damit die größten Gewinner im Dax.

Signale kamen am Morgen außerdem aus China: Dort hat sich die Inflation weiter abgeschwächt. Im April sank die Inflationsrate auf 0,1 Prozent, nach 0,7 Prozent im März, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte.

Damit hat sich die Inflation den dritten Monat in Folge verringert. Mit dem minimalen Preisanstieg fiel die Teuerung so niedrig aus wie seit Februar 2021 nicht mehr.

Die schwache Inflationsentwicklung gibt der chinesischen Zentralbank Spielraum, die Wirtschaftsentwicklung mit einer lockeren Geldpolitik zu unterstützen. An den asiatischen Börsen ging es am Mittwoch aufgrund durchwachsener Firmenbilanzen und des anhaltenden Streits um die US-Schuldenobergrenze abwärts.

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