Dax-Ausblick: Neues Jahr, alte Sorgen: Corona und Inflation führen bei Anlegern zu Verstimmungen
Der Start ins neue Jahr ist durchwachsen ausgefallen.
Foto: dpaFrankfurt. Steigende Corona-Infektionszahlen und die Erkenntnis, dass die hohe Inflation die Notenbanken zu schnellerem Handeln zwingen könnte, haben die Anleger in der ersten Börsenwoche des Jahres erneut in Atem gehalten. Zugleich setzen Finanzprofis darauf, dass mit dem Start der Bilanzsaison wieder andere Themen auf die Agenda rücken – und so manches Unternehmen positiv überraschen kann.
„Der Start des deutschen Aktienmarkts in das Börsenjahr könnte als Blaupause für das Gesamtjahr 2022 dienen“, sagt Commerzbank-Aktienstratege Andreas Hürkamp. „Zum einen sollte der Dax dank weiter steigenden Unternehmensgewinnen und attraktiven Dividendenrenditen seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Zum anderen werden aufgrund des Kurswechsels der US-Notenbank die Dax-Kursschwankungen deutlich zunehmen.“
In der abgelaufenen Woche war ein neuer Dax-Rekord zum Greifen nah. Am Mittwoch stieg der deutsche Leitindex zeitweise auf 16.285 Punkte. Das Allzeithoch liegt derzeit bei 16.290 Zählern.
Doch das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed wirbelte die Märkte durcheinander. Zwar hatten die Währungshüter Mitte Dezember wegen der gestiegenen Inflation eine zügige Abkehr vom Krisenmodus beschlossen. Doch laut Protokoll könnten die Zinsen noch früher und noch stärker steigen. Zudem könnte die Fed zügig damit beginnen, die Bilanzsumme zu schrumpfen.