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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Jobdaten lassen US-Börsen im Plus schließen – Gamestop und AMC wieder im Fokus

Unter den US-Anlegern macht sich wieder Wirtschaftsoptimismus breit. Shortseller verspekulieren sich bei Gamestop und AMC Entertainment.
27.05.2021 Update: 27.05.2021 - 22:57 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York, Frankfurt Fortschritte am US-Arbeitsmarkt haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag erfreut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 34.464 Punkten. Der technologielastige Nasdaq notierte kaum verändert bei 13.736 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 4200 Punkte zu.

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel mit 406.000 geringer aus als erwartet und lag so niedrig wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Aufgehobene Pandemieeinschränkungen und Impfungen gegen Covid-19 bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen ließ den Bedarf an Arbeitskräften in Fabriken, der Gastronomie und bei Baustellen steigen.

Unter Anlegern machte sich einmal mehr Wirtschaftsoptimismus breit: Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, wonach US-Präsident Joe Biden am Freitag einen Sechs-Billionen-Dollar-Haushalt vorschlagen wird. Mit dem Budget sollen Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur des Landes gestärkt werden. Zyklische, also besonders von der Konjunktur abhängige Papiere, hatten die Anleger daher eher auf ihren Kaufzetteln als die in der Pandemie heiß gelaufenen Technologie-Titel.

Vor dem langen Wochenende anlässlich des Memorial Day sei es aber unwahrscheinlich, dass an den Börsen viel passiere, sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager beim New Yorker Vermögensverwalter Dakota Wealth. „Dazu bräuchte es schon eine riesige positive Überraschung.“ Die steigende Inflation und die Furcht der Anleger vor einer Eindämmung der Notenbankgelder verhinderten momentan größere Aufwärtsbewegungen. US-Finanzministerin Janet Yellen betonte indes wie zuvor mehrere Notenbanker, dass der Preisauftrieb sich nur als vorübergehend erweisen dürfte.

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    Gamestop und AMC im Fokus

    Im Fokus stehen an der Wall Street stehen mal wieder die sogenannten Meme-Aktien wie der Videospielhändler Gamestop und die Kinokette AMC Entertainment. Ein Merkmal solcher Papiere ist, dass sie in der Regel stark überteuert sind und in kürzester Zeit rasant steigen.

    Das war erneut am Mittwoch der Fall, als die Aktien um 16 sowie 19 Prozent nach oben kletterten. Nutzer der Social Media-Plattform Reddit, zu dem das Unterforum Wallstreetbets gehört, hätten zuvor ihr Interesse an den „alten Favoriten“ vorausgegangener Wetten wieder entdeckt. Am Donnerstag stieg der Kurs von AMC-Aktien um zeitweise 20 Prozent auf 23 Dollar. Damit legten die Papiere auf Jahressicht um 1000 Prozent zu, der Börsenwert von AMC knackte am Donnerstag die Marke von zehn Milliarden Dollar.

    Bei Gamestop beruhigte sich die Lage am Donnerstag wieder: Das Papier gab kurz nach Börsenöffnung um 3,9 Prozent nach, konnte diese Verluste aber im Handelsverlauf wieder leicht eingrenzen.

    Mit den Kursgewinnen dieser beiden Papiere am Mittwoch gingen deutliche Verluste bei Short-Spekulanten einher, die immer noch auf fallende Kurse bei diesen beiden Meme-Papieren setzen.

    Laut den Daten der Finanzanalysefirma S3 Partners mussten die Leerverkäufer allein am vergangenen Mittwoch Buchverluste in Höhe von 673 Millionen Dollar hinnehmen. Bei Gamestop waren es an dem Tag alleine fast 383 Millionen Dollar, laut Ihor Dusaniwsky von S3 Partners betrug das Minus im bisherigen Jahresverlauf 6,7 Milliarden Dollar. Bei AMC belief sich der Tagesverlust auf 291 Millionen Dollar, was bedeutet, dass Leerverkäufer in diesem Jahr rechnerisch mehr als 1,3 Milliarden Dollar verloren haben müssen.

    Die US-Industrie ist überraschend mit einem Auftragsrückgang ins zweite Quartal gestartet. Die Betriebe sammelten im April 1,3 Prozent weniger Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen als im Vormonat ein. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hingegen hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert 1,3 Prozent im März. Klammert man den schwankungsanfälligen Verkehrssektor aus, gab es im April jedoch ein Auftragsplus von 1,0 Prozent.

    „Die gute Stimmung der Industrie schlägt sich auch in den Bestellungen abseitig des Transportsektors nieder“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Da die Zahlen aber insgesamt nicht überzeugten, dürfte die Debatte, wann die US-Notenbank Fed ihre Konjunkturhilfen allmählich zurückfährt, nicht weiter angeheizt werden.

    Blick auf die Einzelwerte

    Bitcoin: Nach den jüngsten Kursabstürzen blieb es für Bitcoin-Anleger volatil. Die Cyberdevise notierte 1,3 Prozent tiefer bei 38.776 Dollar. „Die jüngsten Hiobsbotschaften aus dem Reich der Mitte haben kräftig an dem Nervenkostüm der Investoren gezehrt“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. China hatte die Anleger mit der Aussicht auf eine schärfere Regulierung im Kryptowährungssektor verschreckt.

    Airbus und Boeing: Ein positiver Ausblick des Flugzeugbauers Airbus half dem Rivalen Boeing auf die Sprünge. Der europäische Konzern stimmte seine Zulieferer auf eine deutlich höhere Flugzeugproduktion ein. Boeing-Papiere gewannen 3,9 Prozent. Zulieferer GE kletterte um gut sieben Prozent.

    Nvidia: Aktien des Chipherstellers Nvidia fielen indes um 1,3 Prozent. Der Konzern steigerte zwar seinen Umsatz stärker als erwartet, ließ aber offen, welchen Anteil der schwankungsanfällige Kryptowährungssektor daran hatte.

    Autowerte: In der Gunst der Anleger oben standen erneut Autowerte. General Motors (GM) gewannen 2,9 Prozent. Der Konzern fährt die Produktion in fünf bisher wegen der Chipknappheit geschlossenen Werken wieder hoch. Ford Motor sattelten auf ihre sehr hohen Vortagesgewinne nochmal gut sieben Prozent drauf. Tesla rückten um 1,9 Prozent vor.

    Snowflake: Die Aktien gaben rund vier Prozent nach. Das Cloud-Software-Unternehmen verdoppelte in seinem jüngsten Quartal zwar den Umsatz, aber auch die Verluste wuchsen schneller als erwartet.

    Okta: Die Aktien fielen um mehr als neun Prozent. Der Anbieter von Cloud-basierter Software für das Identitätsmanagement konnte den Umsatz im vergangenen Quartal steigern, wies aber einen etwas höheren Verlust aus.

    Vertex Energy: Der Kurs der Energieaktie stieg um 137 Prozent. Das Unternehmen will von einer Tochtergesellschaft der Royal Dutch Shell eine Raffinerie in Mobile im Bundesstaat Alabama für 75 Millionen Dollar kaufen. Vertex Energy ist ein in Texas ansässiger Spezialraffineriebetreiber für alternative Rohstoffe und Vermarkter von hochwertigen Erdölprodukten.

    Best Buy: Die Aktien stiegen um 4,2 Prozent, nachdem der Umsatz des Elektronikhändlers im ersten Quartal um mehr als ein Drittel gestiegen war. Das Unternehmen verzeichnete eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen.

    Mit Agenturmaterial

    Mehr: Aktionäre können wieder auf steigende Dividenden hoffen.

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