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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500US-Börsen schließen uneinheitlich – Nasdaq mit Rekordhoch

Von der Notenbank haben Anleger kaum Impulse erwartet, die Hoffnung auf ein staatliches Konjunkturpaket steigt hingegen. Der Nasdaq schließt mit einer neuen Rekordmarke. 16.12.2020 - 22:46 Uhr Artikel anhören

Händlerinnen unterhalten sich auf dem Handelsparkett.

Foto: AP

Frankfurt. Die US-Börsen haben aber keine gemeinsame Richtung gefunden. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Mittwoch 0,2 Prozent tiefer auf 30.154 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen um 0,5 Prozent auf einen Rekord von 12.658 Punkten vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent auf 3701 Punkte zu.

Bewegung im Streit um staatliche Konjunkturhilfen in den USA hatten die Wall Street zunächst im Verlauf gestützt. Demokraten und Republikaner im Kongress hätten sich zwar noch nicht auf ein Paket geeinigt, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. „Sie bewegen sich aber eindeutig in die richtige Richtung. Ein Deal wird bald bekanntgegeben.“ Allerdings habe die weiter grassierende Coronavirus-Pandemie die Kauflaune gedämpft, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities.

Fed-Entscheid im Blick – Bitcoin klettert auf Rekordhoch

Wenig Impulse kamen von der US-Notenbank. Die Fed signalisierte über die Coronakrise hinaus ultra-niedrige Zinsen und verzichtete zugleich auf neue Konjunkturspritzen. Die Währungshüter gehen im Mittel davon aus, dass der Schlüsselzins noch bis Ende 2023 nahe Null gehalten wird. Sie beließen ihn in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent. Zugleich erklärten die Fed-Oberen um Notenbankchef Jerome Powell auf ihrer letzten Zinssitzung im Pandemie-Jahr 2020, sie seien entschlossen, die gesamte Bandbreite ihrer Instrumente zur Stützung der Wirtschaft zu nutzen.

Unterdessen durchbrach Bitcoin die psychologisch wichtige 20.000er Marke und stieg um fast acht Prozent auf ein Rekordhoch von 20.898,95 Dollar. „Dadurch wird das allgemeine Interesse an Kryptowährungen über die Weihnachtszeit entflammt“, prognostizierte Ayush Ansal, Chef des Hedgefonds Crimson Black Capital. „Die Leute beginnen wieder, an Bitcoin zu glauben.“

Das galt auch für Firmen aus Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co. zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen. So verbuchten die Papiere von Riot, Mara und Silvergate Kursgewinne von bis zu 16,4 Prozent.

Weniger erfreut reagierten Investoren auf die geplante, umgerechnet 393 Millionen Euro schwere, Übernahme des kanadischen Edelmetall-Förderers Premier Gold durch den Rivalen Equinox. Dessen in den USA notierte Aktien fielen um 2,5 Prozent. Premier-Titel steuerten an der Börse Toronto dagegen mit einem Plus von zeitweise 19 Prozent auf einen der größten Tagesgewinne der Firmengeschichte zu.

Blick auf Einzelwerte:

Cannabis-Werte: Die Eigner von Aphria und Tilray schweben auf Wolke sieben. Die geplante Fusion der beiden Cannabis-Produzenten bescherte den Titeln Kursgewinne von vier beziehungsweise 19 Prozent. Papiere von Konkurrenten wie Aurora, Canopy und Cronos gewannen bis zu 1,5 Prozent. Mit Aphria schlucke Tilray den einzigen kanadischen Cannabis-Produzenten, der dauerhaft nennenswerte operative Gewinne mache, kommentierte Analystin Vivien Azer vom Vermögensverwalter Cowen.

Biontech: Unter den Einzelwerten ging es für die in den USA gehandelten Aktien des Mainzer Impfstoffherstellers Biontech um 4,9 Prozent abwärts, obwohl das Unternehmen bekanntgegeben hatte, nun auch mit China einen Liefervertrag für seinen Corona-Impfstoff im kommenden Jahr geschlossen zu haben. Einige Anleger machen hier nach der Kursrally der letzten Monaten weiter Kasse.

Pfizer: Die Papiere des Biontech-Partners Pfizer verloren 2,3 Prozent, nachdem die Analysten von RBC ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharmakonzerns gestrichen hatten.

Moderna: Die Anteilsscheine von Moderna sackten um 6,9 Prozent ab. Die US-Bank Morgan Stanley empfiehlt die Aktien des Impfstoffherstellers nun nicht mehr zum Kauf.

Spotify: Eine Abstufung der Credit Suisse ließ die Papiere des Musikstreamingdienstes Spotify um 2,6 Prozent einknicken.

United Airlines: Die Aktien der Fluggesellschaft verbilligten sich um 3,1 Prozent, nachdem JPMorgan sie gleich um zwei Schritte auf „Underweight“ abgestuft hatte.

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Twitter: Die Titel des Kurznachrichtendienstes dagegen waren nach einer Kaufempfehlung durch JPMorgan gefragt und stiegen um 2,3 Prozent.

rtr
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