Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Schwacher Arbeitsmarkt schockt Investoren
Düsseldorf. Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt hat die Anleger an der Wall Street und an der Börse Nasdaq kalt erwischt. Die Aktienkurse gerieten ins Trudeln. Die Rekordjagd der vergangenen Woche an den US-Börsen hat damit zunächst ein Ende gefunden.
- Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte am Ende 1,2 Prozent auf 43.589 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit Ende Juni.
- Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 1,6 Prozent auf 6238 Punkte.
- Der Nasdaq 100 verlor zwei Prozent auf 22.763 Zähler.
Der Dow hat seit Montag kontinuierlich verloren und beendete die Börsenwoche mit einem Verlust von knapp drei Prozent. Das ist die schwächste Bilanz des Dow seit Anfang April.
Gefragter waren als sicher geltende Anlagen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel derweil um bis zu 0,13 Prozentpunkte. Spiegelbildlich stiegen die Kurse. Der Goldpreis legte um 1,5 Prozent zu.
Trumps Zölle drücken auf den Arbeitsmarkt
„Die Zolleskapaden hinterlassen deutliche Bremsspuren am US-Arbeitsmarkt“, sagte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Die Zölle dämpften die wirtschaftliche Entwicklung doch stärker als bislang angenommen. Zudem drohe die Teuerung wegen der Importzölle zuzunehmen. Die Folge: „Das reale Einkommen nimmt ab und schränkt die Konsummöglichkeiten ein.“
Der jüngste Arbeitsmarktbericht zeigt, dass es der US-Wirtschaft schlechter geht, als bisher angenommen. Im Juli wurden 73.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Ökonomen waren im Vorfeld von 104.000 neuen Stellen ausgegangen.