Nikkei, Topix, CSI-300: Asien-Börsen nach Trumps Zolldrohungen uneinheitlich
New York, London, Tokio. Die asiatischen Börsen haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Während es an den chinesischen Aktienmärkten in Erwartung weiterer Konjunkturhilfen aufwärts ging, sorgten sich die Anleger in Japan vor den wirtschaftlichen Folgen möglicher US-Zölle.
Die Börse in Shanghai gewann 1,3 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,7 Prozent auf 3907 Punkte. Der designierte US-Präsident Donald Trump plant als eine seiner ersten Amtshandlungen Zollerhöhungen für Importe aus Kanada, Mexiko und China.
„Die Märkte dürften angesichts der Unsicherheit über die Politik einer zweiten Amtszeit Trumps angespannt bleiben“, sagte Carol Kong von der Commonwealth Bank of Australia (CBA). Diese Unsicherheit könnte zu einem Verhalten nach dem Motto „Erst verkaufen, dann fragen“ führen, was den Dollar stütze.
„Angesichts der potenziellen Gefahr von Zollerhöhungen im Jahr 2025 ist es wahrscheinlich, dass Chinas politische Entscheidungsträger weitere Konjunkturpakete schnüren werden, um dem Abwärtsdruck auf das Wirtschaftswachstum aufgrund der schwachen Binnenkonjunktur und der zunehmenden externen Unsicherheit entgegenzuwirken“, sagte Vis Nayar, Investmentexperte bei Eastspring Investments in Singapur. „China hat noch viel Spielraum, die Märkte zu überraschen.“ Bei den Sektoren bevorzugten die chinesischen Aktienanleger am Mittwoch Rüstungs- und Halbleiteraktien.