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US-ZölleTrump droht Indien im Streit über russisches Öl mit höheren Zöllen

Live-BlogTrump verschiebt Zollerhöhung und US-Möbelhändler legen zu +++ USA kündigen Zölle auf chinesische Halbleiter ab 2027 an +++ Weißes Haus: 235 Milliarden Dollar Zolleinnahmen seit Januar +++ Der Newsblog. 08.01.2026 - 20:05 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi und US-Präsident Donald Trump: „Die USA könnten die Abgaben auf Produkte aus Indien erhöhen“ sagte Trump. Foto: REUTERS (Archiv)
08.01.2026 – 19:05 Uhr Marc Renner
07.01.2026 – 00:04 Uhr Sarah Sendner

Trump: Venezuela wird bis zu 50 Millionen Barrel Öl abgeben

Die venezolanische Übergangsregierung will nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwischen 30 und 50 Millionen Barrel Öl an die USA abgeben. Trump verkündete dies in einem Posting auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Es handle sich dabei um hochwertiges, sanktioniertes Öl, das die USA für marktübliche Preise verkaufen will. Die Erlöse sollen von den USA kontrolliert werden und den USA und den Menschen in Venezuela zu Gunsten kommen.
05.01.2026 – 09:34 Uhr Carlotta Moreno Lara

Trump droht Indien im Streit über russisches Öl wieder mit höheren Zöllen

US-Präsident Donald Trump droht Indien wegen des Kaufs russischen Öls erneut mit massiven Zöllen. Die USA könnten die Abgaben auf Produkte aus Indien erhöhen, wenn das südasiatische Land nicht die Käufe von russischem Öl beschränke, sagte Trump. Er erhöhte damit den Druck auf die Regierung in Neu-Delhi, während die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Indien weiter ergebnislos verlaufen. 

Der indische Ministerpräsident Narendra Modi sei ein guter Kerl, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) zu Reportern an Bord der Air Force One. „Er wusste, dass ich nicht glücklich war, und es war wichtig, mich glücklich zu machen.“ Auf eine Frage zu Indiens russischen Ölkäufen sagte Trump: „Sie treiben Handel, und wir können die Zölle sehr schnell erhöhen.“ Von der indischen Regierung lag zunächst keine Stellungnahme vor.
02.01.2026 – 16:42 Uhr Carlotta Moreno Lara

Trump verschiebt Zollerhöhung - US-Möbelhändler legen zu

Der Aufschub geplanter Zollerhöhungen treibt die Aktien von US-Einrichtungshäusern an. Die Papiere des Online-Möbelhändlers Wayfair, der stark von Importen aus China und Vietnam abhängig ist, verteuern sich um 5,3 Prozent. Die Aktien des Luxus-Einrichtungshauses RH springen um fast sieben Prozent nach oben, während die des Konkurrenten Williams-Sonoma um knapp vier Prozent zulegen.

Die höheren US-Zölle auf Möbelimporte, die ursprünglich zum 1. Januar 2026 in Kraft treten sollten, werden nun um ein Jahr verschoben. Das geht aus einem Informationsblatt des Weißen Hauses hervor. US-Präsident Donald Trump hatte im September angeordnet, die Zölle auf Polstermöbel sowie Küchen- und Badschränke auf 30 und 50 Prozent von derzeit 25 Prozent zu erhöhen.
01.01.2026 – 23:10 Uhr Sabrina Frangos

USA senken geplante Strafzölle auf italienische Pasta deutlich

Die USA haben die geplanten Strafzölle für mehrere italienische Hersteller von Nudelprodukten nach einer vorläufigen Überprüfung deutlich gesenkt. Dies teilte das italienische Außenministerium am Donnerstag mit. Ursprünglich hatten die USA im Oktober einen zusätzlichen Zoll von 92 Prozent für 13 italienische Pasta-Unternehmen angekündigt - zuzüglich zu den Zöllen von 15 Prozent für die meisten Importe aus der EU. Laut der Mitteilung des italienischen Außenministeriums wurde der Zusatzzoll für den Pasta-Hersteller La Molisana nun auf 2,26 Prozent gesenkt. Für das Unternehmen Garofalo wurde der Satz auf 13,98 Prozent festgelegt. Elf weitere Produzenten, die nicht einzeln geprüft wurden, müssen mit einem Zoll von 9,09 Prozent rechnen. Die USA hatten den italienischen Pasta-Herstellern vorgeworfen, ihre Produkte auf dem US-Markt zu unfairen Niedrigpreisen zu verkaufen. Ein Vertreter des US-Handelsministeriums erklärte nun, eine aktualisierte Analyse habe gezeigt, dass die italienischen Exporteure viele der in einer ersten US-Bewertung geäußerten Bedenken ausgeräumt hätten. Die endgültige Entscheidung über die neuen US-Zölle für Nudelprodukte wird für den 12. März erwartet. Italienische Pasta-Hersteller exportieren jährlich Nudelprodukte im Wert von fast 800 Millionen Dollar in die USA.
23.12.2025 – 15:32 Uhr Anna Kipnis

USA kündigen Zölle auf chinesische Halbleiter an

Die US-Regierung wird ab Juni 2027 Zölle auf chinesische Halbleiter erhöhen. Die Höhe der Abgaben wird mindestens einen Monat im Voraus bekanntgegeben, teilte die Regierung am Dienstag mit. Der Ankündigung ging eine einjährige Untersuchung der chinesischen Chipimporte in die USA voraus. Diese war noch von der Vorgängerregierung eingeleitet und vom US-Handelsbeauftragten geleitet worden.

„Chinas Versuch, eine Vormachtstellung in der Halbleiterindustrie zu erlangen, ist unangemessen und belastet oder beschränkt den Handel der USA“, erklärte die Regierung. Daher seien Gegenmaßnahmen gerechtfertigt.

Lesen Sie hier mehr dazu:
22.12.2025 – 11:57 Uhr Lydia Wolter
21.12.2025 – 23:29 Uhr Sabrina Frangos

Weißes Haus: 235 Milliarden Dollar Zolleinnahmen seit Januar

Die USA haben nach Angaben des Weißen Hauses seit Januar umgerechnet rund 200 Milliarden Euro an Zolleinnahmen verzeichnet. „Das US-Finanzministerium hat seit Januar 2025 mehr als 235 Milliarden US-Dollar an Zöllen eingenommen“, heißt es in einem mit Lo-Fi-Musik unterlegten Weihnachts-Livestream des Weißen Hauses auf Youtube. In weiteren eingeblendeten Textblöcken werden andere vermeintliche Erfolge von US-Präsident Donald Trump etwa bei der Migrationspolitik und dem Kampf gegen die Fentanyl-Krise angezeigt. Der Republikaner wird als Zeichentrickfigur neben einem Weihnachtsbaum sitzend beim Vorlesen eingeblendet. Weitere Personen sind nicht zu sehen.

Der jetzt angegebene Betrag an Zolleinnahmen liegt noch etwas über einer zuvor von der Regierung genannten Summe. In der vergangenen Woche hatte die US-Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection) von gut 200 Milliarden Dollar an Zolleinnahmen gesprochen. Diese seien in der Zeit zwischen Trumps zweiten Amtsantritt am 20. Januar und dem 15. Dezember eingenommen worden. Trotzdem blieb die Summer hinter den Erwartungen zurück. Im Juli hatte US-Finanzminister Scott Bessent gar 300 Milliarden Dollar bis zum Jahresende ins Auge gefasst.

21.12.2025 – 20:35 Uhr Dominik Jäger

Chef des US-Wirtschaftsrats glaubt an Zoll-Bestätigung

Der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus, Kevin Hassett, ist optimistisch, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Zollpolitik von Präsident Donald Trumps bestätigt. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Richter die Zölle erlauben, sagte Hassett in einem Interview der TV-Sendung „Face the Nation“ auf CBS. Kritiker hatten infrage gestellt, ob Trump die hohen Einfuhrzölle gegen Dutzende Länder verhängen darf, ohne sich dafür die Zustimmung im US-Kongress zu holen.

„Ich glaube sogar, dass, wenn sie nicht an unserer Seite stehen, es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass sie Rückerstattungen anordnen, weil das ein Verwaltungsproblem wäre“, sagte Hassett. Auf den Kommentar von Moderatorin Margaret Brennan „Das klingt nach Chaos“, antwortete er: „Und deshalb glaube ich, dass es der Supreme Court nicht anordnen würde.“

Kevin Hassett: Trumps Wirtschaftsberater ist optimistisch, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Zölle des Präsidenten bestätigt. Reuters
11.12.2025 – 06:18 Uhr Anna Kipnis

US-Repräsentantenhaus verabschiedet billionenschweres Verteidigungspaket

Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch den neuen Verteidigungshaushalt beschlossen. Das Gesetz hat einen Umfang von fast einer Billion Dollar. Die Soldaten der US-Streitkräfte bekommen unter anderem vier Prozent mehr Gehalt. Der US-Kongress beschließt dieses Gesetz jedes Jahr. Es legt fest, wofür das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) sein Geld ausgibt.

Ein wichtiger Teil des Geldes ist für die Sicherheit in Europa und für den Umgang mit China bestimmt. Die Ukraine erhält 800 Millionen Dollar. Die baltischen Staaten bekommen 175 Millionen Dollar für ihre Verteidigung. Die Zusammenarbeit mit Taiwan wird mit einer Milliarde Dollar unterstützt. Grund dafür ist die Sorge, dass China die Insel angreifen könnte. Auch Israel bekommt mehr Geld für seine Raketenabwehr.
09.12.2025 – 05:32 Uhr Anna Kipnis

US-Farmer leiden unter Trumps Handelspolitik – und bekommen von ihm nun zwölf Milliarden Dollar Hilfen

US-Präsident Donald Trump hat ein Hilfspaket für amerikanische Landwirte in Höhe von zwölf Milliarden Dollar angekündigt. Die Farmer sind eine wichtige Wählergruppe für Trump, die aber unter den finanziellen Folgen seiner Handelspolitik leidet.

Das Paket solle aus Zolleinnahmen finanziert werden und den Bauern dabei helfen, „weiter die Lebensmittelpreise für amerikanische Familien zu senken“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins erklärte, von der Summe sollten elf Milliarden Dollar bis zum 28. Februar an Anbauer von Reihenkulturen wie Mais und Sojabohnen ausgezahlt werden.
Treffen im Weißen Haus zu den Hilfen für Farmer AFP
Das Hilfspaket soll die Einbußen ausgleichen, die den Landwirten durch Trumps Handelskonflikt insbesondere mit China entstanden sind. Sie sind mit höheren Kosten für Betriebsmittel wie Saatgut und Dünger konfrontiert. Dem Sojabohnen-Branchenverband zufolge wird dieses Jahr das dritte in Folge mit einem Verlust. Insgesamt können die US-Landwirte 2025 mit 40 Milliarden Dollar an Regierungshilfe rechnen, fast eine Rekordsumme. Die US-Regierung hatte während Trumps erster Amtszeit etwa 23 Milliarden Dollar an Bauern ausgezahlt.
09.12.2025 – 01:26 Uhr Miriam Braun

Trump droht Mexiko in Wasserstreit mit Strafzoll

US-Präsident Donald Trump droht dem Nachbarn Mexiko in einem Streit um die Verteilung von Wasserreserven in der Grenzregion mit Strafzöllen von fünf Prozent. Er warf den Mexikanern in einem Post auf seiner Online-Plattform Truth Social vor, den Vereinigten Staaten nicht genügend Wasser zu überlassen und damit die Viehzucht in Texas zu gefährden. Kongressabgeordnete aus dem US-Bundesstaat hatten den Republikaner zuvor aufgefordert, mehr Druck auf das südliche Nachbarland auszuüben.

Gemäß einem Vertrag aus dem Jahr 1944 muss Mexiko aus seinem Einzugsbereich des Rio Grande in der östlichen Hälfte des gemeinsamen Grenzgebiets Wasser an die USA abgeben. Dafür erhält das Land im Gegenzug Wasser aus dem weiter westlich gelegenen Rio Colorado. Immer wieder kommt es bei den Verteilungsfragen aber zu Streit – vor allem in Zeiten akuter Trockenheit.

Mexiko habe den Vertrag zwischen beiden Ländern in den vergangenen fünf Jahren nicht eingehalten und schulde den USA umgerechnet fast eine Milliarde Kubikmeter Wasser, schrieb Trump nun. Bis zum 31. Dezember müsse knapp ein Viertel dieser Menge freigegeben werden, der Rest dann bald folgen.

Bis jetzt habe Mexiko nicht reagiert, und das sei sehr unfair gegenüber US-Landwirten, die dieses dringend benötigte Wasser verdienten, schrieb Trump. Deshalb habe er die nötigen Vorbereitungen getroffen und Genehmigungen erteilt, um einen Strafzoll von fünf Prozent auf mexikanische Importe in die USA zu erheben, „wenn dieses Wasser nicht SOFORT freigegeben wird“. 

07.12.2025 – 22:14 Uhr Sabrina Frangos

Ausstehende Gerichtsentscheidung: Trump verteidigt Zölle

US-Präsident Donald Trump verteidigt angesichts einer ausstehenden Entscheidung des Supreme Court zu seiner Zollpolitik sein Vorgehen und betont zugleich die Tragweite des Falls für seine Politik. Zwar verfügten die Vereinigten Staaten über andere Methoden, um Zölle zu verhängen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Ansatz, den der Supreme Court aktuell auf seine Rechtmäßigkeit prüft, sei aber „weitaus DIREKTER, WENIGER UMSTÄNDLICH und VIEL SCHNELLER“. Das alles seien Faktoren, die für die nationale Sicherheit zentral wären.

„Geschwindigkeit, Macht und Bestimmtheit sind zu jeder Zeit wichtige Faktoren, um eine Aufgabe dauerhaft und erfolgreich zu erfüllen“, schrieb er vollständig in Großbuchstaben. Wenn andere Länder nicht davon überzeugt wären, dass bestimmte Rechte des Präsidenten existierten, „hätten sie das LAUT UND DEUTLICH zum Ausdruck gebracht!“. 

05.12.2025 – 22:57 Uhr Miriam Braun

Trump trifft erstmals Sheinbaum – lobt Beziehungen zu Kanada

US-Präsident Donald Trump ist bei der FIFA-Zeremonie in Washington erstmals seit Amtsantritt mit der mexikanischen Staatschefin Claudia Sheinbaum zusammengetroffen – und nach einer Phase der Abkühlung auch mit dem kanadischen Premier Mark Carney. 

„Wir haben eine hervorragende Beziehung, eine hervorragende Arbeitsbeziehung zu Kanada. Wir haben unseren kanadischen Premierminister hier, wir haben unsere mexikanische Präsidentin hier, und wir haben eng mit diesen beiden Ländern zusammengearbeitet, und die Koordination, die Freundschaft und die Beziehung sind hervorragend“, sagte Trump. „Ich möchte Ihnen beiden sehr danken.“

Kanadas Premierminister Mark Carney hatte sich Anfang November bei Trump für einen Anti-Zoll-Werbeclip der Provinz Ontario entschuldigt, der den US-Präsidenten erbost hatte. Auch die Beziehungen zu Mexiko waren nicht immer spannungsfrei.

Mit der Präsidentin des südlichen Nachbarlandes hatte sich Trump bisher noch nie getroffen. Sheinbaum lobte im Anschluss die Begegnung. Es sei ein „ausgezeichnetes Treffen“ gewesen, schrieb sie auf X und anderen sozialen  Netzwerken. „Wir sprachen über die große Chance, die die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für alle drei Länder darstellt, und über die guten Beziehungen, die wir pflegen.“ 

Das Thema Handel wurde nach ihren Worten ebenfalls angesprochen. „Wir vereinbarten, weiterhin gemeinsam mit unseren Teams an Handelsfragen zu arbeiten.“ 
05.12.2025 – 01:02 Uhr Miriam Braun

US-Handelsbeauftragter: Handel mit China sollte kleiner werden

Der Handelsbeauftragte der USA, Jamieson Greer, hat sich für einen geringeren und ausgewogeneren Handel mit China ausgesprochen. Ein Rückgang des Warenhandels mit China um 25 Prozent gehe in die richtige Richtung, sagte Greer am Donnerstag (Ortszeit) auf dem American Growth Summit, einer Konferenz in Washington. „Das Ziel im Umgang mit China ist, dass unser Handel ausgewogener sein muss. 

Er muss wahrscheinlich kleiner ausfallen, damit wir nicht so abhängig voneinander sind, und er sollte sich auf Bereiche unkritischer Güter konzentrieren“, so Greer. Niemand wolle einen umfassenden Wirtschaftskonflikt mit China, erklärte er weiter. Die Vereinigten Staaten hätten in ihren Beziehungen zu China viele Hebel, von Software bis hin zu Halbleitern, betonte Greer und fügte hinzu: „Aber die Entscheidung im Moment ist, dass wir Stabilität in dieser Beziehung haben wollen.“ Diese Beziehung zu China sei momentan zwar stabil, aber Washington beobachte die Situation täglich.
01.12.2025 – 16:21 Uhr Julius Stockheim

Britische Pharma-Exporte in die USA künftig zollfrei

Anders als die Länder der Europäischen Union um Deutschland haben Großbritannien und Nordirland einen Null-Prozent-Zollsatz für Pharmaexperte in die USA ausgehandelt. Das berichtete am Abend die Nachrichtenagentur PA mit Verweis auf die Regierung. Im Gegenzug soll der nationale Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs (NHS - National Health Service) mehr Geld für US-Medikamente ausgeben können. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte schon am heutigen Mittag Insiderberichte über die Einigung öffentlich gemacht.

Pharmaprodukte gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Briten in die USA. Laut der BBC sind die Vereinigten Staaten der größte Markt für die britischen Pharmakonzerne GSK und AstraZeneca. Beide investieren Milliardenbeträge in den USA.

Der US-Deal mit dem Vereinigten Königreich soll drei Jahre lang gültig sein. Für EU-Pharmaimporte in die USA gelten 15 Prozent Zoll. US-Präsident Donald Trump hatte im September mit noch höheren Zöllen bis zu 100 Prozent gedroht, davon war er aber wieder abgerückt.
21.11.2025 – 00:18 Uhr Angelika Ahrens

USA heben Zölle auf brasilianisches Rindfleisch und Kaffee auf

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag (Ortszeit) die im Juli verhängten Zölle von 40 Prozent auf brasilianische Lebensmittel wie Rindfleisch und Kaffee aufgehoben. Die US-Regierung will damit die gestiegenen Lebensmittelkosten in den USA senken. Die Abgaben waren als Strafmaßnahme gegen Brasilien wegen der Strafverfolgung des früheren Präsidenten und Trump-Verbündeten Jair Bolsonaro eingeführt worden. Die Anordnung gilt rückwirkend für brasilianische Importe in die USA ab dem 13. November, teilte das Weiße Haus mit. Bereits gezahlte Zölle könnten erstattet werden. Brasilien liefert normalerweise ein Drittel des in den USA konsumierten Kaffees und hat sich in jüngster Zeit zu einem wichtigen Lieferanten von Rindfleisch entwickelt. 
14.11.2025 – 22:21 Uhr Angelika Ahrens

Trump senkt nach Wahlniederlagen Zölle auf Rindfleisch, Kaffee und andere Lebensmittel

US-Präsident Donald Trump hat per Dekret eine Reihe von Lebensmittelimporten von den Anfang des Jahres verhängten umfassenden Zöllen ausgenommen. Dazu gehören Rindfleisch, Tomaten, Kaffee und Bananen, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Die Anordnung ist Teil einer umfassenden Initiative, mit der Trump und seine Regierung auf die wachsenden Sorgen der Amerikaner über die anhaltend hohen Lebensmittelpreise reagieren wollen. 

Die neuen Ausnahmen treten rückwirkend in Kraft. Trump hatte das globale Handelssystem mit der Einführung von Basiszöllen von zehn Prozent auf Importe aus fast allen Ländern umgestaltet. Die Maßnahme stellt eine deutliche Kehrtwende Trumps dar. Er hatte lange darauf bestanden, dass seine Einfuhrzölle die Inflation nicht anheizen. 

Der Schritt folgt auf eine Reihe von Siegen der Demokraten bei Wahlen auf bundesstaatlicher und lokaler Ebene, bei denen die Lebenshaltungskosten ein zentrales Thema waren. Der ranghohe demokratische Abgeordnete Richard Neal sagte, die Trump-Regierung versuche, „ein Feuer zu löschen, das sie selbst gelegt hat, und verkauft das als Fortschritt“. 
14.11.2025 – 14:25 Uhr Carlotta Moreno Lara

USA und Schweiz einigen sich auf Zoll-Senkung

Die USA und die Schweiz haben im Zollstreit eine Einigung erzielt. Die USA senken die Zölle auf Schweizer Importe auf 15 Prozent von bisher 39 Prozent, wie die Schweizer Regierung (Bundesrat) am Freitag mitteilte. Sie dankte US-Präsident Donald Trump. Weitere Informationen stellte die Regierung für 16.00 Uhr in Aussicht. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte in einem Interview des TV-Senders CNBC, im Rahmen des Abkommens werde die Schweiz Fertigungsprozesse in die Vereinigten Staaten verlagern und ihren Handelsüberschuss gegenüber den USA verringern. Das Abkommen betreffe auch die Bereiche Pharmazeutika, Goldverhüttung und Eisenbahnausrüstung.

14.11.2025 – 02:58 Uhr Angelika Ahrens

USA schließen Handelsabkommen mit Argentinien

Nach langen Verhandlungen haben sich die USA und Argentinien auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die Rahmenvereinbarung über beidseitigen Handel und Investitionen sieht unter anderem vor, dass die Regierung in Buenos Aires einer Reihe von US-Produkten wie Medikamenten, Chemikalien, Maschinen, medizinischen Geräten, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen privilegierten Zugang zum argentinischen Markt gewährt, wie aus einer Mitteilung des Weißen Hauses hervorgeht. Im Gegenzug werden die Vereinigten Staaten demnach Zölle auf bestimmte Rohstoffe und Pharmaprodukte aufheben. 

Zudem wurden Absprachen zum Abbau von Handelsbarrieren, zum Schutz intellektuellen Eigentums sowie zu Landwirtschaft, Arbeitsrecht, Umweltschutz und Subventionen getroffen. Ähnliche Vereinbarungen schloss die US-Regierung auch mit Ecuador, Guatemala und El Salvador.
14.11.2025 – 00:36 Uhr Sarah Sendner

USA und Schweiz nähern sich Handelsabkommen

Die USA und die Schweiz haben sich nach Angaben von Regierungsvertretern beider Länder bei Gesprächen in Washington einem Handelsabkommen angenähert. Das Abkommen solle die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle von 39 Prozent auf Schweizer Importe senken und den Handelsüberschuss der Schweiz mit den USA verringern, teilten die Regierungsvertreter am Donnerstag mit. Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin erklärte nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer, man habe „ein sehr gutes Gespräch gehabt“ und „praktisch alles geklärt“. Parmelin lehnte es jedoch vorerst ab, Einzelheiten zu nennen, „bis alles klar“ sei. 

Aus Schweizer Kreisen verlautete nach dem Treffen, eine Einigung sei praktisch erzielt worden. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezeichnete das Treffen als „sehr positiv“. Es könne zu einer Senkung der US-Zölle führen, wenn US-Präsident Trump den vorgeschlagenen Bedingungen zustimme. Die Schweizer Seite habe einen Plan zur Reduzierung ihres Handelsüberschusses vorgelegt. Die US-Regierung erwarte im Gegenzug eine deutliche Senkung der Schweizer Zölle auf US-Produkte sowie den Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse.

 Der Regierungsvertreter fügte hinzu, Ankündigungen von Schweizer Pharmaunternehmen wie Roche, in den USA zu investieren, hätten ebenfalls eine positive Wirkung. Die Schweizer Wirtschaft unternehme gezielte Anstrengungen, um viele der Aktivitäten, die das US-Defizit verursachten, in die USA zurückzuverlagern. Dadurch sollten die Ursachen dieser „Irritation“ und des Defizits reduziert oder beseitigt werden.
14.11.2025 – 00:06 Uhr Angelika Ahrens

USA wollen Zölle für vier lateinamerikanische Länder abschaffen

Die USA wollen die Zölle auf einige Lebensmittel und andere Importe aus Argentinien, Ecuador, Guatemala und El Salvador abschaffen. Dies kündigte die US-Regierung am Donnerstag an. Die Abschaffung ist Teil von Rahmenabkommen, die US-Firmen einen besseren Zugang zu diesen Märkten verschaffen sollen. Die Rahmenabkommen mit den meisten der vier Länder sollen in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden, sagte der Regierungsvertreter. 

Weitere Abkommen würden vor Ende des Jahres für möglich gehalten. Die Gespräche mit anderen mittel- und südamerikanischen Ländern seien „recht konstruktiv“. Auch die Handelsgespräche mit der Schweiz und Taiwan am Donnerstag seien positiv verlaufen. Regierungsvertreter aus Argentinien, El Salvador, Guatemala und Ecuador haben die Vereinbarungen begrüßt.
13.11.2025 – 08:14 Uhr Lukas Bay

Schweizer Wirtschaftsminister reist zu Zollgesprächen in die USA

Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin trifft am Donnerstag voraussichtlich den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer zu Zollgesprächen in Washington. Parmelin sei dafür mit Helene Budliger-Artieda, der Leiterin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), in die US-Hauptstadt geflogen, erklärte ein Schweizer Regierungssprecher und bestätigte damit einen Bericht des TV-Senders SRF. Die beiden hätten sich dabei „recht optimistisch“ gezeigt, erklärte ein SRF-Korrespondent. Weitere Einzelheiten gab die Regierung nicht bekannt.
10.11.2025 – 14:11 Uhr Timm Seckel

China setzt Hafengebühren aus

Entspannung im Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt: Die Volksrepublik hat die Hafengebühren für Schiffe mit US-Bezug ausgesetzt. Dies teilte das chinesische Verkehrsministerium am Montag mit. Die Aussetzung trat demnach um 13.01 Uhr Ortszeit in Kraft und ist zunächst auf ein Jahr befristet. Am Wochenende hatte die US-Regierung ihrerseits angekündigt, alle Strafmaßnahmen gegen den chinesischen Schifffahrts- und Schiffbausektor für ein Jahr auszusetzen. Diese waren nach einer Untersuchung wegen unfairer Handelspraktiken erhoben worden.

Die gegenseitigen Aussetzungen stehen im Einklang mit Vereinbarungen, die US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping auf einem Gipfeltreffen in Südkorea im Oktober getroffen hatten. Das chinesische Handelsministerium bezeichnete die US-Maßnahme als „wichtigen Schritt“. China hoffe, dass die Vereinigten Staaten in die gleiche Richtung arbeiten werden, um die bilateralen Beziehungen weiter zu stabilisieren, hieß es in einer separaten Erklärung. Man sei bereit, mit den USA auf der Grundlage gegenseitigen Respekts zu verhandeln. Der US-Handelsbeauftragte hatte ebenfalls Verhandlungen angekündigt.

Das Handelsministerium setzte zudem am Montag die Sanktionen gegen fünf mit den USA verbundene Tochtergesellschaften des südkoreanischen Schiffbauers Hanwha Ocean für ein Jahr aus.

07.11.2025 – 07:51 Uhr Dominik Jäger

Trump verkündet Annäherung in Handelsstreit mit Indien

Ein Handelsdeal im Zollstreit zwischen den USA und Indien ist noch in diesem Jahr möglich. Hauptgrund ist, dass Indien „den Kauf von Öl aus Russland weitgehend eingestellt“ habe, wie US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend im Weißen Haus sagte.

Die Handelsgespräche mit Neu-Delhi verliefen gut und er würde das Land möglicherweise im nächsten Jahr besuchen, sagte Trump. Die USA belegen Einfuhren aus Indien derzeit mit Abgaben in Höhe von 50 Prozent – etwas mehr als Exporte aus China. Spekuliert wird über einen Zollsatz von 20 Prozent im Falle einer Einigung.

HB
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