Wall Street: Wall Street schließt im Minus – Inflations- und Konjunktursorgen belasten US-Märkte
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.
Foto: dpaFrankfurt, New York. Zunehmende Wachstumssorgen und die Furcht vor einer anziehenden Inflation angesichts weiter steigender Energiepreise haben zum Wochenstart der Wall Street zugesetzt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Montag 0,9 Prozent tiefer auf 34.002 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 2,1 Prozent auf 14.255 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,3 Prozent auf 4300 Punkte ein.
Angesichts anziehender Renditen bei den US-Staatsanleihen stiegen Anleger vor allem bei Technologie-Aktien aus. Die Anteilsscheine von Apple, Facebook, Microsoft, Alphabet und Amazon fielen zwischen 2,1 und 4,9 Prozent. Facebook machte zudem der Ausfall seiner App sowie der Whatsapp- und Instagram-App bei Zehntausenden Benutzern zu schaffen. Auf der Analyse-Website „Downdetector.com“ wurde über mehr als 50.000 Vorfälle in Zusammenhang mit den populären Apps des Facebook-Konzerns berichtet.
Steigende Verbraucherausgaben und das erwartete höhere Inflationswachstum ließen Anleger einen früheren Start bei der anvisierten Straffung der ultra-lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed erwarten. Weiter steigende Energiepreise heizten die Inflationserwartungen zusätzlich an. Die Zusicherung der großen Erdöl-Förderländer, die Ausweitung der Förderquoten trotz des Preisdrucks nicht zu beschleunigen, ließ den Ölpreis auf ein Drei-Jahres-Hoch klettern. Die Sorte Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich um rund drei Prozent auf 81,78 Dollar beziehungsweise 78,19 Dollar je Barrel (159 Liter). Angesichts der um mehr als 50 Prozent gestiegenen Ölpreise in diesem Jahr wuchs zuletzt der Druck auf das Förderkartell, die Ölhähne weiter aufzudrehen.