Nikkei, Topix, CSI-300: Rendite japanischer Staatsanleihen steigt auf höchsten Wert seit 2009
Tokio. In Asien hat der Aufschub bei den angedrohten Autozöllen die Marktstimmung am Donnerstag aufgehellt. Am Bondmarkt ging es dagegen für die Kurse der Staatsanleihen aus Japan, Australien und Neuseeland abwärts.
- In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 37.704 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 1,2.
- Die Börse Shanghai gewann 1,2 Prozent.
- Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,4 Prozent.
Als Reaktion auf die neue Schuldenpolitik in Deutschland und den massiven Renditeanstieg bei Bundesanleihen kam es auch am asiatischen Bondmarkt zu deutlichen Bewegungen. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe stieg auf 1,5 Prozent, den höchsten Wert seit 2009, während die Rendite der 40-jährigen Anleihe mit 2,3 Prozent ein Rekordhoch seit ihrer Einführung im Jahr 2007 erreichte.
Anleger verkauften auch australische und neuseeländische Staatsanleihen im großen Stil. Die Renditen der zehnjährigen Bonds beider Länder stiegen deshalb um je zehn Basispunkte.
Am Dienstag war die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe – an der sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen orientieren – um bis zu 0,31 Prozentpunkte gestiegen. Einen so starken Renditeanstieg innerhalb eines Tages gab es seit rund 30 Jahren nicht mehr.
Die Rendite stieg damit auf bis zu 2,79 Prozent und den höchsten Stand seit 16 Monaten. Das zog die Renditen anderer europäischer Staatsanleihen in ähnlichem Umfang mit nach oben.