Kommentar: Digitale Rentenübersicht – das geht noch besser
Mit der Altersvorsorge sollte man sich früh beschäftigen, doch es braucht eine umfassende Analyse.
Foto: Imago/Westend61Frankfurt. Private Altersvorsorge ist wichtig, mit der staatlichen Rente allein kommt man im Alter nicht mehr über die Runden. Das ist längst eine Binsenweisheit. Die Frage ist nur: Wie viel muss man denn als junger Mensch sparen, damit es im Alter passt? Und welchen Teil des Einkommens darf man schon heute ausgeben? Schließlich möchte doch niemand allein fürs Alter sparen, sondern sich auch in jüngeren Jahren etwas gönnen.
Bei der Lösung dieses Dilemmas soll das neue Onlineportal des Bundes helfen. „Mit der digitalen Rentenübersicht kann künftig jeder auf einen Blick sehen, wie es um die eigene Absicherung im Alter steht“, hatte Bundessozialminister Hubertus Heil vor der Entwicklung des Portals geworben.
Tatsächlich bietet die Seite aber längst nicht jedem die gewünschten Informationen: Beamte und Versicherte von berufsständischen Versorgungswerken bleiben außen vor. Das ist ein Manko, das wohl auch nach der Testphase bleiben wird.
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Auch die Erwartung, den Status der Absicherung „auf einen Blick“ zu sehen, wird nicht erfüllt. Geliefert wird nämlich bestenfalls die Höhe der aktuellen Rentenansprüche – ohne Berücksichtigung künftiger Steuern, Sozialabgaben und der Inflation. Auch sonstige Werte wie Immobilien und Wertpapierdepots bleiben außen vor. Ein umfassender Überblick sieht also anders aus.
Immerhin: Wenn die Zahl der angebundenen Versicherer erst mal gestiegen ist, können sich Bürger die Suche nach ihren Standmitteilungen auf Papier sparen und jederzeit eine digitale Übersicht ihrer Rentenansprüche abrufen. Damit können sie zu einem Finanzberater gehen oder die Daten in eine Finanz-App importieren, die ihnen wirklich einen umfassenden Überblick zu ihrem Finanzstatus im Alter gibt. Dabei wird dann auch die entscheidende Frage beantwortet, wie viel sie heute tatsächlich sparen müssen.