Ranking 2025: Das sind besten Anbieter für Wohngebäudeversicherungen
Köln. Der Klimawandel sorgt immer häufiger für Extremwetter. Allein im Juli vergangenen Jahres verursachte das Hochwasser in Süddeutschland Schäden in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro. Dramatischer waren die Überschwemmungen in Spanien bei Valencia mit Schäden in Höhe von 28 Milliarden Euro. Als Folge mussten ganze Straßenzüge abgerissen werden. Immer wieder wird in Deutschland über eine Pflichtversicherung für Immobilienbesitzer gegen Elementarschäden diskutiert. Bislang ohne Ergebnis.
„Immobilienbesitzer sollten sich nicht darauf verlassen, dass der Staat im Ernstfall für die Schäden von Hochwasser aufkommt“, sagt Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Obwohl die Gefahr von Extremwetterereignissen zunimmt, sind 50 Prozent der Gebäude in Deutschland nicht gegen Naturgefahren wie Hochwasser, Erdrutsche oder Starkregen versichert.
Police ist ein Muss für jeden Immobilienbesitzer
Schutz bietet eine private Wohngebäudeversicherung. Sie schützt im Ernstfall vor den finanziellen Folgen, wenn die eigene Immobilie zerstört wird. Da die Immobilie häufig der wichtigste Teil des Vermögens ist, zählt eine Wohngebäudeversicherung zu den unverzichtbaren Policen. Sie schützt Hausbesitzer vor finanziellen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. In Zeiten zunehmender Naturkatastrophen gilt es jedoch, Elementarschäden durch Überschwemmungen, Erdrutsche oder Starkregen einzubeziehen. Immobilienbesitzer müssen diesen Baustein zusätzlich abschließen.
Wichtig ist auch, dass die Versicherungssumme den Wiederaufbauwert des Gebäudes abdeckt, nicht nur den Marktwert. Eine zu niedrige Summe führt dazu, dass der Versicherer nicht die vollständigen Kosten für den Wiederaufbau übernimmt. Eine sogenannte gleitende Neuwertversicherung sorgt dafür, dass sich die Versicherungssumme an steigende Baukosten anpasst. Viele Versicherer kürzen Leistungen, wenn ein Schaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde, wie zum Beispiel durch eine vergessene brennende Kerze. Tarife mit Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit bieten hier mehr Schutz.
Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat Wohngebäudeversicherungen analysiert. Die Versicherungsexperten gingen im Musterfall von einem Haus mit Baujahr 2017 und einer Wohnfläche von 134 Quadratmetern aus. „Die Auswahl der Police ist allerdings ein unübersichtliches Unterfangen, denn die Leistungsunterschiede sind beträchtlich“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke und Bornberg.
Eine bedarfsgerechte Beratung setzt Transparenz über versicherte und nicht versicherte Risiken und eine Vergleichbarkeit der am Markt angebotenen Wohngebäudeversicherungen voraus. Deswegen ist eine Beratung durch einen erfahrenen Experten in Sachen Wohngebäudeversicherung zu empfehlen.
Zehn der untersuchten Tarife werden mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Die jährlichen Policen dieser Top-Tarife liegen zwischen 451,11 Euro und 730,31 Euro. Der Versicherer Domcura schneidet mit seinem Tarif „Einfamilienhauskonzept – Top-Schutz“ am besten ab. Der Tarif kann auf der einen Seite mit der Note FFF+ mit einer hervorragenden Qualität aufwarten, auf der anderen Seite ist er auch der günstigste Anbieter unter den Top-Produkten.
„Durch den Klimawandel und die dazugehörigen Extremwetterereignisse wird der Elementarbaustein auch in der Wohngebäudeversicherung weiter an Bedeutung gewinnen“, sagt Michael Killian, Marktmanager Maklervertrieb bei der Axa Versicherung. „Mit dem zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien – etwa bei größeren Photovoltaikanlagen und deren Speichern – sowie modernen Systemen zur Warmwasseraufbereitung wie Wärmepumpen verändert sich nicht nur die Energieversorgung, sondern auch das Risikoprofil von Wohngebäuden“, sagt Klaus Brodbeck, Leiter Produkte/Pricing beim Versicherer Adam Riese.
Auch der Wandel in der Bauweise sowie der verstärkte Einsatz neuer Baustoffe stellen die Wohngebäudeversicherungen vor neue Aufgaben. Versicherer müssen daher ihre Tarife und Leistungen kontinuierlich anpassen, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.