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Health-i ist eine gemeinsame Initiative der Handelsblatt Media Group und der Techniker Krankenkasse. Die Inhalte dieser Seite wurden von Solutions by HMG produziert.
Die Health-i Gewinner:innen von 2022

Alle Platzierten sowie die Jury der Health-i Awards 2022 beim Gruppenbild auf der Preisverleihung in Berlin. 2023 stehen allein Start-ups im Fokus.

(Foto: Dominik Butzmann)

Health-i Preisverleihung „Machen Sie weiter so!“

Sie kümmern sich schon heute um die Gesundheitsversorgung von morgen: Die Preisträger:innen der Health-i Initiative haben die begehrten Auszeichnungen in Berlin erhalten. Die wichtigsten Lösungen und Impulse des Abends.
15.09.2022 - 11:17 Uhr Kommentieren

Sie haben den Check des wissenschaftlichen Partners gemeistert, ihre Lösungen vor der Jury gepitcht und sich dem Community-Voting gestellt. Und jetzt stehen sie fest: Die Health-i Jury und das fachkundige Publikum auf der Preisverleihung in Berlin haben ihre Sieger:innen des Jahrgangs 2022 gekürt. In der Kategorie Start-ups war die Entscheidung besonders knapp.

Live-Voting entscheidet über Sieg in der Kategorie Start-ups

Bereits während der Jury-Sitzung im Juli lagen die Bewerbungen der jungen Unternehmen dicht beieinander, sodass schließlich die Health-i Community vor Ort in Berlin die entscheidende Stimme in Form eines Publikums-Votings erhielt. Nur rund zwei Prozentpunkte trennten am Ende den Sieger, das Team der App Endo Health, vom Zweitplatzierten Digital Health Systems. Auf dem dritten Rang landete Cytolytics (alle Finalist:innen finden Sie hier im Überblick).

Die Eindrücke der Health-i Preisverleihung 2022
Auftakt zur Award-Verleihung
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Rund 200 Gäste kamen, um die Vergabe der Health-i Awards zu verfolgen.

(Foto: Dominik Butzmann)
Wie gut ist Künstliche Intelligenz wirklich?
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Charlotte Haunhorst, Head of Digital und Mitglied der Chefredaktion des Handelsblatt, im Gespräch mit Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck.

(Foto: Dominik Butzmann)
„Kommen Sie gut durch den Abend!“
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Moderatorin Jeannine Michaelsen führte durch die Award-Verleihung, spontane Interviews mit den Finalist:innen inklusive.

(Foto: Dominik Butzmann)
Spannung am Bühnenrand
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Die Präsentator:innen der Finalisten-Start-ups warten direkt neben der Bühne auf ihren Final-Pitch.

(Foto: Dominik Butzmann)
Live-Pitch auf der Bühne
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In der Kategorie Start-ups pitchten die Finalist:innen (Cytolytics, Endo Health, Digital Health System) vor dem Publikum. Ein Teil der Health-i Jury stellte im Anschluss Fragen. Im Bild (v.l.): Manouchehr Shamsrizi, Dr. Jens Baas, Charlotte Haunhorst, Michael Byczkowski.

(Foto: Dominik Butzmann)
Start-up-Pitch: Cytolytics
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Can Pinar, CEO von Cytloytics, erklärt, dass die automatisierte Analyse medizinischer Daten durch die KI des Start-ups die Krebsfrüherkennung deutlich verbessern kann.

(Foto: Dominik Butzmann)
Start-up-Pitch: Digital Health Systems (DiHeSys)
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Prof. Dr. Christian Franken beschreibt die Vorteile von Tabletten und Wirkstoffträgern aus dem 3D-Drucker von DiHeSys: „Ein Patient, eine Tablette, einmal am Tag.“

(Foto: Dominik Butzmann)

Der Modus ist für alle drei Start-ups derselbe gewesen: In nur 90 Sekunden sollten sie ihre Lösung umreißen und die größten Vorteile nennen; anschließend blieb Zeit für kurze Rückfragen. Dr. Nadine Rohloff überzeugte das Health-i Publikum mit ihrer Endo-App, die die Lebensqualität von Endometriose-Patientinnen nachhaltig verbessern soll, am meisten: „Eine von zehn Frauen im gebärfähigen Alter leidet unter Endometriose, teilweise mit so starken Schmerzen, dass Betroffene kaum einen Schritt tun können. Wir helfen, diese Leiden nachweislich zu lindern“, sagt Rohloff. (Hier geht es zum Kurz-Portrait von Endo Health)

Dr. Nadine Rohloff mit der Health-i Trophäe kurz nach dem Sieg: Ihre Endo App, die Patientinnen mit Endometriose zu mehr Lebensqualität verhelfen soll, überzeugte sowohl die Jury als auch das Publikum vor Ort. Endo Health erhielt die meisten Stimmen.Hier geht es zum Kurz-Portrait von Endo Health. Quelle: Dominik Butzmann
Siegerin in der Kategorie Start-ups

Dr. Nadine Rohloff mit der Health-i Trophäe kurz nach dem Sieg: Ihre Endo App, die Patientinnen mit Endometriose zu mehr Lebensqualität verhelfen soll, überzeugte sowohl die Jury als auch das Publikum vor Ort. Endo Health erhielt die meisten Stimmen.

Hier geht es zum Kurz-Portrait von Endo Health.

(Foto: Dominik Butzmann)

Ebenso präzise bringt Prof. Dr. Christian Franken von Digital Health Systems (DiHeSys) die Vorteile seines 3D-Druckers für Tabletten und Wirkstoffträger auf den Punkt. Insbesondere in der Schwerpunktversorgung bietet die Technologie des jungen Unternehmens Vorteile für Patient:innen, denen so die Einnahme von vielen Tabletten pro Tag erspart bleibt. Frankens prägnanter Dreiklang im Pitch: „Ein Patient, eine Tablette, einmal am Tag.“

Can Pinar, CEO von Cytolytcis, ist in seinem Pitch nicht minder ambitioniert: „Wir wollen die Krebsdiagnose revolutionieren.“ Die KI-gestützte Software des jungen Unternehmens analysiert dazu automatisiert medizinische Daten, die per Durchflusszytometrie gewonnen werden und normalerweise nur in Zentrallaboren zur Verfügung stehen. Die Lösung von Cytoloytics liefert dieselben Labor-Erkenntnisse mit geringerem Technikaufwand in Minuten anstatt Stunden.

Die Sieger:innen in den Kategorien Junge Projekte und Unternehmen

In der Kategorie Junge Projekte wurde das Team von Puray mit einem Health-i Award geehrt. Das Team hat einen selbstdesinfizierenden Harnwegskatheter entwickelt, der Keime mittels UV-C-Licht abtötet, dabei aber keine menschlichen Zellen beschädigt – ein großes Plus für Patient:innen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. (Hier geht es zum Kurz-Portrait von Puray)

Christina Weber und Edoardo Romero Borrero aus dem Management-Team von Puray erhielten den Health-i Award in der Kategorie Junge Projekte für die Entwicklung eines selbststerilisierenden Harnwegskatheters. Quelle: Dominik Butzmann
Sieg in der Kategorie Junge Projekte

Christina Weber und Edoardo Romero Borrero aus dem Management-Team von Puray erhielten den Health-i Award in der Kategorie Junge Projekte für die Entwicklung eines selbststerilisierenden Harnwegskatheters.

(Foto: Dominik Butzmann)

Ganz im Sinne der Patient:innen wurde auch OnlineDoctor im Jahr 2016 gegründet. Sechs Jahre später gewinnt die Teledermatologie-Plattform mit dem kurzen Weg zur hautärztlichen Expertise den Health-i Award in der Kategorie Unternehmen. „Die eigene Idee challengen zu lassen, von der Jury und der Community, das ist unglaublich wertvoll“, sagt Dr. Philipp S. F. Wustrow von OnlineDoctor, der den Austausch und die neuen Kontakte durch die Health-i Initiative besonders schätzt. „Die Ideen und Gedanken, die wir mitnehmen, sind eine Bereicherung für uns“, sagt er. (Hier geht es um Kurz-Portrait von OnlineDoctor)

Die wichtigsten Thesen der Preisverleihung

Die Bereicherung des eigenen Netzwerks und Wissens ist ein roter Faden, der sich seit sieben Jahren durch die Preisverleihungen der Health-i Initiative zieht. Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck liefert auf der Bühne beispielsweise die Erkenntnis, dass Gesundheit zwar „ein nicht quantifizierbares Gut“ sei, eben weil es keine Einheit gibt, in der sich Gesundheit messen lasse. Gleichwohl gebe es Unmengen an Daten, die im Gesundheitsbereich anfallen und mit denen sich Prozesse verbessern und Ideen entwickeln lassen. Die ausgezeichneten Lösungen seien die besten Beweise dafür. „Künstliche Intelligenz (KI) ist ungeschlagen in der Optimierung von Aufgaben und Abläufen“, sagt Beck. „Aber echte Innovation entsteht erst durch Ideen, die Regeln brechen, die bestehende Logiken hinterfragen, ein Problem kreativ betrachten. Und da ist das menschliche Gehirn besser als jede KI!“

Dr. Philipp S. F. Wustrow und Dr. Max Tischler mit ihrem Health-i Award. Quelle: Dominik Butzmann
OnlineDoctor gewinnt in der Kategorie Unternehmen

Dr. Philipp S. F. Wustrow und Dr. Max Tischler mit ihrem Health-i Award.

(Foto: Dominik Butzmann)

Das Hinterfragen des Bestehenden, vor allem beim Umgang mit Daten, ist das Anliegen, das Health-i Mitinitiator Dr. Jens Baas und Prof. Dr. Jochen A. Werner dem Publikum mitgeben. Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse und der wissenschaftliche Partner der Health-i Initiative von der Universitätsmedizin Essen wünschen sich mehr Bewegung in ihrer Branche. Baas konstatiert: „Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen verläuft katastrophal langsam.“ Das liege auch am umfangreichen Schutz der Patientendaten. Um die „handfesten Vorteile, die die Digitalisierung uns bietet“, nutzen zu können empfiehlt er, genau abzuwägen und die Nutzung von Daten möglichst schnell in einem verantwortungsvollen Rahmen zuzulassen. Prof. Dr. Jochen A. Werner sieht die Patient:innen als unmittelbare Profiteure eines maßvolleren Datenschutzes: „Wenn wir die Daten, die wir haben, nicht nutzen, machen wir uns schuldig, dass die Kranken nicht gesund werden.“

Die Health-i Gewinner:innen des Jahres 2022 – OnlineDoctor, Puray, Endo Health – zeigen schon heute, wie das Gesundheitswesen von morgen durch innovative Anwendungen profitiert. Seine Worte richtet Volker Wissing, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, aus diesem Grund auch nicht als Grußwort, sondern als Appell an die Health-i Community: „Sie gestalten die Zukunft in der Gesundheitsversorgung. Das ist ein enormes Potenzial, das wir heben können und müssen. Machen Sie weiter so!“

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