EIB: Europäische Investitionsbank: Kredite für E-Akten und Patientendaten
Die sieben zentralen Projekte der EIB haben zusammen ein Kreditvolumen von 1,3 Milliarden Euro.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Europäische Investitionsbank (EIB) engagiert sich immer häufiger bei digitalen Gesundheitsprojekten. So hat Brainlab erst kürzlich einen Kredit in Höhe von über 50 Millionen Euro von der EIB erhalten. Das Medizintechnikunternehmen aus München will das Geld in Forschung und Entwicklung in den Bereichen Chirurgie, Radiochirurgie und digitale Gesundheit investieren.
Die EIB nennt auf Anfrage sieben Projekte, die bisher eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gespielt haben. Sie haben zusammen ein Kreditvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Im Mittelpunkt stehen elektronische Patientenakten in Krankenhäusern und der Austausch von Gesundheitsdaten.
Das börsennotierte Softwareunternehmen Compugroup Medical (CGM) aus Koblenz hat 2022 einen Kredit in Höhe von 200 Millionen Euro erhalten. In einem Zeitraum von sechs Jahren soll die Investition den Datenaustausch vorantreiben. Zum konkreten Projektziel äußert sich das Unternehmen auf Anfrage von Handelsblatt Inside eher vage. Der Zugang zu Daten für die Behandlung von Patienten solle verbessert werden, als Beispiele werden die Medikation und Laborwerte von Patienten genannt.