DSVGO: So wollen Start-ups die Nutzung medizinischer Daten vereinfachen
Pharmafirmen und Wissenschaftler benötigen Gesundheitsdaten, um Produkte zu testen oder KI-Modelle zu trainieren.
Foto: HandelsblattKöln. Ob Röntgen, CT oder MRT: Mehr als 80.000 Untersuchungen finden an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in Lüdenscheid jährlich statt. Die Bilddaten helfen bei der Behandlung der Patienten – und verschwinden dann im Archiv. „Wir haben hier einen riesigen Datenpool, der wissenschaftlich nicht genutzt werden kann“, sagt Klinikdirektor Heiko Alfke. Ein Pilotprojekt könnte das ändern: Das Klinikum Lüdenscheid will in den kommenden Wochen der erste Partner des Start-ups Datonomy Health werden.
Über die Plattform von Datonomy Health können Kliniken und Arztpraxen Patienten fragen, ob sie mit der Nutzung ihrer Daten einverstanden sind. Die Einwilligungen können ebenfalls über die Plattform verwaltet werden.
Das Start-up orientiert sich dafür an den Standards des Internets. Wie bei einem „Cookie“-Banner werden die Besucher der Webseite gefragt, ob ihre Daten für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden dürfen - von wem und für welche Fragestellungen. Eine elektronische Signatur soll die Auswahl rechtssicher bestätigen, die Zustimmung kann jederzeit über einen Link angepasst oder zurückgezogen werden.