Karriere: Wie wird man eigentlich Dax-Vorstand? – 191 Manager-Lebensläufe im Check
Die neue Bayer-Personalchefin hält neben ihren Abschlüssen in Computerwissenschaften und internationalen Beziehungen einen MBA der Elite-Universität Yale.
Foto: BayerDüsseldorf. Sie sind deutscher Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur bei einem Dax-Konzern, jünger als 49 Jahre und haben sich in den vergangenen zwölf Jahren bis zur Führungsebene unterhalb der Chefetage hochgearbeitet? Dann zählten Sie bisher zu den aussichtsreichsten Kandidaten für einen Vorstandsposten in der obersten Börsen-Liga, eventuell sogar für den Chefsessel. Bislang jedenfalls.
Die wichtigste Erkenntnis des Dax-Reports, der alle zwei Jahre erhoben wird und dem Handelsblatt exklusiv vorliegt: Erstmals wurden zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2021 mehr neue Dax-Vorstände von außerhalb angeworben als aus den eigenen Reihen befördert. Von den 44 Newcomern ist mit 43 Prozent weniger als die Hälfte ein Eigengewächs der Konzerne.
Das Anforderungsprofil an die Kandidaten befindet sich gerade im rasanten Wandel. Coronakrise, Klimawandel, hybride Arbeitswelt – frische Ideen und neue Kompetenzen sind nötig, um die Herausforderungen zu meistern. Wer sich gestern noch für Kohlekraftwerke engagiert hat, empfiehlt sich nicht für die Energiewende. Wer bislang Dieselautos vermarktete, dem fehlt die Expertise in Sachen grüne Mobilitätskonzepte.