New Work: 15 Monate, 34 Länder – was dieses Paar auf einer Weltreise über die Zukunft der Arbeit gelernt hat
Weltreise zu den New-Work-Pionieren.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. New Work? Agiles Management? Solche Ansätze sind weltweit gesehen noch weitgehend unbekannt, so die überraschende Erkenntnis der beiden Unternehmensberater Anna und Nils Schnell aus Hamburg. Ab Mai 2018 waren die beiden für 15 Monate auf Weltreise, um jenseits des amerikanischen Silicon Valley, dem New-Work-Mekka, in 34 Ländern auf vier Kontinenten New-Work-Pioniere zu besuchen und von ihnen zu lernen.
Ihre Erkenntnisse haben sie im Buch „Die Modern Work Tour“ zusammengestellt. Hier sind die vier wichtigsten Begegnungen ihrer Reise in die Zukunft unserer Arbeit – und was deutsche Unternehmen daraus mitnehmen können:
Erste Lehre: Tun, was man wirklich, wirklich will
Die New-Work-Bewegung, die auf den freiheitsphilosophischen Ansatz von Frithjof Bergmann aus den 1970er-Jahren zurückgeht, will „eine Gesellschaft und Kultur schaffen, in der jeder die Chance bekommt, einen beträchtlichen Teil seiner Zeit mit einer Arbeit zu verbringen, die er oder sie erfüllend und faszinierend findet.“ Mehr Kraft, Vitalität und Sinn sollen die Menschen aus ihrer Arbeit ziehen, so der Leitgedanke Bergmanns. Der im Mai 2021 verstorbene amerikanische Philosoph forderte daher jeden Einzelnen auf: „Frag dich, was du wirklich, wirklich willst.“