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Gastkommentar Die Klimakrise macht keine Pause

Die Weltwirtschaft steht im Schock der Coronakrise, aber auch die Klimakrise zeigt uns: Ein grüner Aufschwung ist heute wichtiger denn je.
25.08.2020 - 04:00 Uhr 1 Kommentar
Magnus Hall ist Präsident und CEO des Energieversorgers Vattenfall.
Der Autor

Magnus Hall ist Präsident und CEO des Energieversorgers Vattenfall.

Bereits im vergangenen Jahr haben wir die Debatte rund um den Klimawandel und die Wahrnehmung dieses Themas in der täglichen Informationsflut untersucht.

Das wenig überraschende Ergebnis: In allen befragten Ländern – Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Dänemark und Finnland – wurde der Klimawandel als eine der größten Bedrohungen für die Menschheit wahrgenommen.

Die Mehrheit der Befragten betrachtete den Klimawandel vor allen anderen globalen Themen als die größte Herausforderung unserer Zeit.

Doch zählen diese Ergebnisse aus dem letzten Jahr noch? Die Pandemie hat uns veranlasst, die Fragen erneut zu stellen: Wird der Klimawandel nach wie vor als wichtiges Thema unserer Zeit wahrgenommen, oder wurden die Sorgen durch Corona verdrängt?

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    Mitnichten, auch die erneute Befragung hat gezeigt, dass die Sorge über den Klimawandel weiterhin ein dominierendes Thema ist.

    Investitionen werden weltweit zurückgefahren

    Diese Erkenntnisse müssen nicht nur wir als Unternehmen, sondern insgesamt als Gesellschaft berücksichtigen – heute mehr als zuvor. In dem von Corona verursachten Wirtschaftsabschwung wurden weltweit Investitionen zurückgefahren oder verschoben. Doch die Verringerung der CO2-Emissionen infolge einer reduzierten industriellen Tätigkeit bedeutet nicht, dass die Klimakrise nun weniger drängend wäre. Allerdings birgt die wirtschaftliche Krise mit allen ihren Auswirkungen die Gefahr, dass die Energiewende und der notwendige Wandel zu einer dekarbonisierten Wirtschaft hintangestellt werden.

    Es ist daher essenziell, dass die umfangreichen europäischen Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung und das Konjunkturpaket der Europäischen Union in Höhe von 750 Milliarden Euro mit dem European Green Deal aufeinander abgestimmt werden. Wichtig ist, dass die Konjunkturprogramme immer beiden Zielen gerecht werden – der Erholung der Wirtschaft und den Zielen des Pariser Klimaschutz-Abkommens.

    Auch wichtige politische Entscheidungen über die Klimaziele für 2030 und 2050 dürfen nicht verschoben werden. Es braucht das uneingeschränkte Bekenntnis der Europäischen Union zum Pariser Abkommen, und es braucht politische Maßnahmen, um Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen und um die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

    Fokus auf die Nachfrageseite für einen grünen Aufschwung

    Die grünen Konjunkturprogramme sollten in erster Linie auf die Elektrifizierung weiterer Industrien zielen, denn dies ist die kosteneffizienteste Lösung zur Dekarbonisierung. Die Elektrifizierung beim Heizen und Kühlen von Gebäuden, des Verkehrs und energieintensiver Industrien ist ein großer Hebel, um den CO2-Ausstoß in Europa deutlich und nachhaltig zu reduzieren. In industriellen Prozessen, die sich nur schwer elektrifizieren lassen, kann die Dekarbonisierung durch Wasserstoff aus fossilfreier Elektrizität umgesetzt werden.

    Neben gut funktionierenden Strommärkten und einer starken CO2-Preisgestaltung in allen Sektoren sehen wir Investitionen in den Netzausbau und eine Stärkung der Netzinfrastruktur als Schlüssel für die weitere Integration der europäischen Strommärkte. Die Verteilnetze müssen gestärkt werden, um den steigenden Anteil dezentraler Erzeugung, die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie sowie die Urbanisierung im Allgemeinen bewältigen zu können.

    Ein starkes Netz ermöglicht eine kosteneffiziente Nutzung von Ausgleichs- und Reserveressourcen und fördert die Versorgungssicherheit. Die Geschwindigkeit der Elektrifizierung aller Bereiche wird derzeit von der Geschwindigkeit der Netzentwicklung diktiert – wir brauchen einen schnelleren Netzausbau, um Schritt zu halten.

    Ein Leben ohne fossile Brennstoffe ist möglich

    Die Pandemie hat natürlich auch uns getroffen, und die Sicherstellung unseres Betriebs für eine zuverlässige Versorgung mit Strom, Wärme und Gas gilt ist uns ein großes Anliegen. Aber Vattenfall hält nach wie vor an seinem strategischen Ziel fest, innerhalb einer Generation ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen. Die Pandemie hat nichts an unserem Bestreben geändert, weiterhin eine treibende Kraft bei der Umstellung hin zu nachhaltiger Energie zu sein und so ein klimafreundliches Leben für uns und unsere Kunden zu ermöglichen.

    Und auch über Kooperationen mit anderen Industrieunternehmen tragen wir als verlässlicher Partner dazu bei, mit der Elektrifizierung energieintensiver Prozesse die Dekarbonisierung voranzutreiben.

    Mehr: Wärmepumpen – Die Revolution im Heizungskeller

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    1 Kommentar zu "Gastkommentar: Die Klimakrise macht keine Pause"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Allerdings birgt die wirtschaftliche Krise mit allen ihren Auswirkungen die Gefahr, dass die Energiewende und der notwendige Wandel zu einer dekarbonisierten Wirtschaft hintangestellt werden." Das darf nicht sein - es gibt gute Neuigkeiten die für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung von grösster Wichtigkeit sind, revolutionäre Alternativen der Energienutzung - die jetzt in den Markt kommen sollen. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlicht aktuell sein Buch dazu und wird an der Moskauer Uni Neutrino-Technologie dozieren. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung vollständig mit Strom zu versorgen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Deutsche Ingenieure, Russische Investoren, bald an der amerikanischen Börse zum Ende des Jahres, wird NeutrinoInside mit dieser sensationelle emissionsfreien Energienutzung weltweit begeistern.

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