Märkte-Insight: Neue Nervosität bei Anlegern – Was die Börsenwoche bringt
Die Autorin ist Co-Teamleiterin Geldanlage im Finanzressort des Handelsblatts.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Die Unsicherheit ist zurück: Mehr als deutlich zeigten dies die wichtigen Aktienindizes in Europa und den USA zum Wochenausklang. Überraschend stark gestiegene US-Konsumausgaben und weiter steigende Preise bescherten dem breiten US-Index S&P 500, dem Tech-Index Nasdaq 100 wie auch dem deutschen Dax und dem Euro-Zonen-Index Euro-Stoxx 50 die schwächste Woche dieses Jahres mit Verlusten von bis zu drei Prozent.
Vergessen der fulminante Jahresstart, vorbei der zögerliche Februar: Die Furcht, die führenden Notenbanken könnten ihren Zinserhöhungspfad noch verlängern und damit die Konjunktur abbremsen, steht den Investoren vor Augen.
Die bedeutendste Notenbank der Welt, die US-Fed, ringt mit der Interpretation jüngster Daten wie den im Januar um 1,8 Prozent gestiegenen Konsumausgaben und dem im Monatsvergleich um 0,6 Prozent gestiegenen Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), der als der Lieblingsindex der Notenbanker gilt.
Stratege Bastian Ernst von der Weberbank meint: Einerseits versuchten sie, ein Abdriften in die Rezession nach Möglichkeit zu vermeiden. Andererseits beabsichtigten die Notenbanker, den Arbeitsmarkt und den Konsum zu bremsen, um die anhaltend hohe Inflation zu bekämpfen.