Märkte-Insight: Zwischenergebnisse der Unternehmen sind widersprüchlich – was das für Anleger heißt
Die Autorin ist Co-Teamleiterin Geldanlage im Finanzressort des Handelsblatts.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Die Berichtssaison für das dritte Quartal läuft jetzt mit vollem Schwung. Nicht weniger als rund 180 Zwischenberichte von Unternehmen aus dem europäischen Aktienindex Stoxx 600 stehen in dieser Woche auf dem Programm. Die Finanzbranche ist mit Deutscher Bank, UBS, HSBC und Credit Suisse prominent vertreten.
Wird sich aus den gesammelten Unternehmenszahlen eine Richtung für die Märkte ablesen lassen? Einfach ist die Lage an den Börsen nie, aber in diesen Tagen ist sie besonders komplex. Angesichts der grassierenden Rezessionsangst sind die Erwartungen der Analysten an die Quartalsgewinne ziemlich pessimistisch.
Bisher fielen die Ergebnisse im Schnitt deutlich schlechter aus als im Quartal davor. Aber dann immerhin doch so gut, dass sie die verhaltenen Erwartungen übertroffen haben. Ist das bereits ein positives Zeichen? Am Ende könnte der Ausblick auf den Rest von 2022 und das kommende Jahr den Ausschlag geben. Die Prognosen der Topmanager fallen bislang ziemlich durchwachsen aus, in vielen Branchen geraten die Branchen bereits unter Druck.