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ElektroautosAfD und BSW schaden mit ihrer Politik ausgerechnet Ostdeutschland

Tesla, Volkswagen und BMW machen den Osten zum Hotspot für den Bau von E-Fahrzeugen. Wer die Antriebswende bremst, hemmt vor allem Brandenburg und Sachsen. Ein Kommentar.Markus Fasse 17.01.2025 - 15:56 Uhr
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Produktion von Tesla in Brandenburg: Jedes zweite in Deutschland gebaute Elektroauto kommt aus dem Osten. Foto: dpa

Es ist eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Jedes zweite in Deutschland gebaute Elektroauto kommt aus dem Osten. Tatsächlich sind die Autostandorte in Sachsen, Brandenburg und Thüringen in der Antriebswende denen im Westen und Süden mittlerweile voraus.

Doch dann strich die Bundesregierung die Elektroförderung und kappte die Batterieforschung. In der Folge brechen bei Tesla in Grünheide oder bei Volkwagen in Zwickau die Aufträge weg, auch viele Zulieferer drohen unter die Räder zu kommen.

Der Schlingerkurs in Sachen Antriebswende ist Wasser auf die Mühlen der Populisten. Sowohl das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW), als auch die AfD wettern im heiß laufenden Bundestagswahlkampf besonders laut gegen die Elektromobilität und fordern ein Zurück zu Benzin und Diesel.

Damit sind beide Parteien, die im Osten besonders hohe Zustimmungswerte haben, auf dem Holzweg. Wer die Elektrowende bremst, schadet vor allem dem Osten Deutschlands. Dass weiß wohl niemand besser als Jörg Steinbach. Der SPD-Politiker fädelte als Wirtschaftsminister die Ansiedlung von Tesla in Grünheide ein. Weil nun das BSW an der neuen Regierung in Brandenburg beteiligt wird, stieg er aus.

Elektroautos werden schon bald nicht mehr teurer als Verbrenner sein

Die Transformation der Autoindustrie ist in vollem Gang. Selbst wenn die EU das für 2035 festgesetzte Verbot für den Verkauf von Verbrennungsmotoren aufweicht: Es gibt kein Zurück in die alte Welt. Die Autohersteller verzögern zwar das Ende ihrer Verbrennungsmotoren, aber ihre Investitionen gehen in die Elektromobilität.

Wer Windräder abbauen und Elektroautos verbannen will, schadet vor allem Ostdeutschland.

Mit der nächsten Generation von Elektroautos wird der Kostenabstand zu Benzin und Diesel verschwinden. Für die ostdeutschen Autostandorte ist das ein Vorteil. Im Gegensatz zu Bayern oder Baden-Württemberg gibt es freie Flächen und Grünen Strom und schnelle Genehmigungen.

Die ostdeutschen Standorte sind schneller in der Transformation. Während im Westen die mächtigen Werkleiter und Betriebsräte oft einen Bogen um die neue Technik machten, griff man im Osten mutiger zu. So wurden Leipzig und Zwickau die Vorreiter für die ersten Elektroautos von BMW und Volkswagen. So wurde Sachsen auch zum Produktionsstandort von ausländischen Konzerntöchtern wie Cupra und Mini.

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Für die Politik heißt das: Kurs halten. Die nächste Bundesregierung sollte  alternative Antriebe fördern, die Stromkosten senken und Investitionen in Forschung und Entwicklung anschieben.

Wer Windräder abbauen und Elektroautos verbannen will, schadet vor allem jenen Standorten in Ostdeutschland, die in der Transformation mutig vorangehen. Vielleicht setzt sich diese Erkenntnis in den kommenden Wochen auch bei der AfD durch, die sich neuerdings der Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk erfreut.

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