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Kommentar Die Burgerkette Hans im Glück braucht einen Sanierer

Thomas Hirschberger muss die Hoffnung, seine Kette mit hohem Gewinn verkaufen zu können, aufgeben. Die neuen Eigentümer müssen gründlich aufräumen.
13.01.2020 - 16:57 Uhr Kommentieren
Die Burgerkette Hans im Glück braucht einen Sanierer Quelle: Hans im Glück
Burger von Hans im Glück

Wie beim Pizza-Konzept Vapiano sind auch bei Hans im Glück die Probleme hausgemacht.

(Foto: Hans im Glück)

Noch in der laufenden Woche will Thomas Hirschberger seine Burger-Kette Hans im Glück los sein – verkauft an Investoren um die Backwerk-Gründer Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer. Sollte es zu dem Deal kommen, steht für den Neueigentümer harte Sanierungsarbeit bevor – auch wenn Hirschberger offiziell Geldnöte bestreitet.

Wie konnte die rasch auf fast 90 Filialen gewachsene Kette so abstürzen? Auf den ersten Blick scheint der Fall klar: Viele neue Burger-Lokale jagen einander die Kunden ab. Doch tatsächlich ist der Markt für Systemgastronomie in Deutschland längst noch nicht gesättigt – im Gegenteil.

Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeigt, dass die standardisierten Restaurants mit ihrer überlegenen Effizienz noch reichlich Raum für Wachstum haben – zulasten von Einzelgastronomen. Als relativ große Kette hat Hans im Glück potenziell sogar besonders große Effizienzvorteile.

Wie beim Pizza-Konzept Vapiano sind auch bei Hans im Glück die Probleme hausgemacht. Schon zu Beginn schloss Hirschberger mangelhafte Verträge mit Franchise-Partnern, die zu Konflikten führten. Dabei erfordert gerade ein solches System mit selbstständigen Filialbetreibern klare Regeln, damit zuverlässig Geld an die Zentrale fließt.

Die Energie, die bei Hans im Glück in solche Reibereien floss, fehlte anderswo. So hielt die kaufmännische Abteilung mit dem rasanten Wachstum des Unternehmens nicht mit. Seit Jahren gibt es interne Warnungen, dass die Buchhaltung grottenschlecht arbeite. Geändert hat sich aber wenig. Offenbar verließ sich Hirschberger darauf, eines Tages einen lukrativen Verkauf hinzubekommen.

Die Hoffnung zerplatzt mit dem Notverkauf. Immerhin: Hirschbergers Erbe wird das geniale Konzept mit dem Märchenbuch als Karte und den Birkenstämmen im Laden bleiben. Neue Eigentümer mit Branchenerfahrung können das System wieder flottmachen, wenn sie in der Verwaltung gründlich aufräumen und alte Konflikte ausräumen.

Mehr: Gründer und Inhaber Thomas Hirschberger sucht nach Käufern für die Burger-Kette. Doch ein Deal mit den Backwerk-Gründern könnte noch scheitern.

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