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KommentarEine unabhängige Melinda Gates wird ihrer Stiftung guttun

Die Trennung des Ehepaar Gates wird deren Arbeitsalltag verändern. Doch ändert es auch die Arbeit ihrer Foundation? Ja. Und das zum Besseren.Thomas Jahn 04.05.2021 - 18:11 Uhr Artikel anhören

Melinda Gates suchte in ihrer Ehe nach Gleichberechtigung.

Foto: AP

Private Angelegenheiten sollten privat bleiben. Bei der Scheidung von Melinda und Bill Gates allerdings ist das nicht so einfach, wie sich schon aus dem Namen ihrer Stiftung ergibt. Rein theoretisch könnte Folgendes passieren: Melinda hat Anspruch auf die Hälfte des auf 124 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens von Bill Gates. Das Geld könnte jetzt der „Bill & Melinda Gates Foundation“ fehlen.

Das wird aber kaum so kommen. Denn Melinda wird weiter zusammen mit ihrem Noch-Ehemann die Stiftung führen, sowohl als Chair als auch als Treuhänder. Sie ist seit vielen Jahren eng mit den Projekten und der Stiftungsarbeit verbunden, die Stiftung ist mit ihr Lebenswerk.

In einer E-Mail an die Mitarbeiter schrieb der Stiftungs-CEO Mark Suzman, dass beide Gates ihm „kontinuierliches Engagement“ versprochen hätten, schließlich hätten sie ja so „hart die vergangenen 20 Jahre“ für die Stiftung gearbeitet.

Das klingt glaubhaft. Die Stiftung verfügt über geschätzte 50 Milliarden Dollar an Vermögen und besitzt einen immensen Einfluss in Fragen der Weltgesundheit. Allein für den Kampf gegen Covid-19 gab sie rund eine Milliarde Dollar aus. Bei der Verteilung von Impfstoffen in Entwicklungsländern spielt sie eine Schlüsselrolle.

Fokus könnte sich schärfen

Damit bleibt formal alles beim Alten. Inhaltlich aber könnte sich einiges ändern. Anfangs wird die Zusammenarbeit der beiden etwas seltsam anmuten, wo doch jetzt jeder Mitarbeiter um die Trennung weiß. Der Stiftungsarbeit wird eine selbstbewusste Melinda Gates langfristig sicher guttun. Sie wird mehr an Einfluss gewinnen, allein durch ihre finanzielle Unabhängigkeit.

Beispielsweise könnte die Gleichberechtigung der Frauen in Entwicklungsländern eine noch größere Rolle in der Stiftungsarbeit spielen. Erfolgreiche Projekte wie Mikrokredite in Afrika vor allem für Frauen weisen in die richtige Richtung. Denn die gehen nicht nur dort besser mit dem Geld um als die Männer.

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Melinda suchte in ihrer Ehe nach Gleichberechtigung, um sie glaubwürdig in der Stiftungsarbeit umzusetzen – so schreibt sie es in ihrem Buch „Wir sind viele, wir sind eins“ über Frauenrechte. Es wird Zeit brauchen, bis die Wunden heilen.

Aber Bill Gates ist nicht jemand, der mit seiner Frau um Macht oder Dominanz kämpft. Dafür hat sich der 65-Jährige zu sehr in seinem Leben bewährt. Und somit kann sich jeder auf die Arbeit konzentrieren – das ist nicht die schlechteste Voraussetzung.

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