Kommentar: Nach Fed-Schreck: Die richtig guten Kaufkurse für Anleger kommen erst noch
Für den Aktienmarkt ist noch klarer als vorher: Der Höhepunkt der Straffung ist noch nicht erreicht.
Foto: ReutersDer US-Aktienmarkt hat sich am vergangenen Mittwoch als Reaktion auf die Entscheidung der US-Notenbank (Fed) nach kurzem Hin und Her entschlossen, auf Minuskurs zu gehen. Das war alles andere als erstaunlich. Nicht wegen der Zinsanhebung um 0,75 Prozentpunkte – die war erwartet worden.
Aber Powell hat in der Pressekonferenz alle drängenden Fragen, ob seine Geldpolitik zu einer Rezession führen könnte, ins Leere laufen lassen – und gleichzeitig die Prognose für die US-Konjunktur drastisch nach unten korrigiert. Seine Hauptbotschaft: Inflation ist schlimmer als Rezession. Nur zurückhaltend deutete er an, es müsse nicht ganz so schlimm werden wie in früheren geldpolitischen Zyklen. Ansonsten gab er den „Falken“, den strengen Geldpolitiker.
Das heißt: Die wirklich guten Kaufkurse kommen wahrscheinlich erst noch, die Börse wird sich nicht gleich wieder auf den Weg nach oben machen, sondern eine Weile nervös auf der Stelle treten oder eher noch einmal nachgeben. Der Sprung der Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen auf über vier Prozent ist ein deutliches Warnzeichen.