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Kommentar Zweifel an den Corona-Zahlen aus China sind angebracht

Rund um das Thema Coronavirus weist die Berichtskette von China Schwächen auf. Widersprüchliche Vorgaben der Regierung schüren das Problem nur.
02.04.2020 - 16:35 Uhr Kommentieren
Obwohl sich das Virus in China bereits seit Ende Dezember verbreitet hat, wurden bei rund 1,4 Milliarden Einwohnern bisher nur rund 82. 000 Infizierte gemeldet. Quelle: AP
Mann mit Gesichtsmaske in Bejing

Obwohl sich das Virus in China bereits seit Ende Dezember verbreitet hat, wurden bei rund 1,4 Milliarden Einwohnern bisher nur rund 82. 000 Infizierte gemeldet.

(Foto: AP)

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind immer wieder Zweifel an den Zahlen der chinesischen Behörden aufgekommen. Der Vergleich mit den Daten, die in den USA und Europa inzwischen gemeldet werden, zeigt eine unglaubliche Diskrepanz. Da kann etwas nicht stimmen.

Obwohl sich das Virus in China bereits seit Ende Dezember verbreitet hat, wurden bei rund 1,4 Milliarden Einwohnern bisher nur rund 82. 000 Infizierte gemeldet. In Deutschland sind bei 83 Millionen Einwohnern schon mehr als 78.000 Menschen als infiziert angegeben, in den USA bei rund 327 Millionen Einwohnern fast 217.000. US-Politiker bezeichnen die chinesischen Zahlen jetzt geradeheraus als nicht glaubwürdig.
Bei Zahlen aus China ist grundsätzlich Vorsicht angebracht. Experten haben für offizielle Wirtschaftsdaten eine Faustregel: Die Richtung wird häufig richtig abgebildet, aber im Detail stimmen die Zahlen meist nicht. Das dürfte auch für die Daten rund um das Coronavirus gelten.

Es gibt eklatante Schwächen in der Berichtskette, die von Peking eher gefördert als unterbunden werden. Vor allem die lokale Regierungsebene, auf welcher die Coronadaten zuerst erhoben werden, ist anfällig für Manipulationen.

Das ist auch den teils widersprüchlichen Vorgaben der Zentralregierung geschuldet: Auf der einen Seite mahnt diese, dass die Provinzen keine falschen Zahlen berichten sollen. Auf der anderen Seite macht sie deutlich, die Krise müsse jetzt ein Ende haben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass einige lokale Regierungsvertreter viele Fälle nicht berichten, um ihre Karriere nicht zu gefährden.

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    In einem Land ohne freie Pressefreiheit und Opposition wird es Gewissheit über die Daten so schnell nicht geben. Das ist für China keine gute Nachricht, denn die zweifelhafte Datenlage kratzt am Vertrauen.Für die Menschen in China und die Unternehmen, die mit und in China Geschäfte machen, ist sie eine zusätzliche Unsicherheit in einer ohnehin unsicheren Zeit.

    Mehr: In China laufen Fabriken wieder an, die Büros öffnen. Die Situation bleibt aber fragil – auch, weil das Coronavirus nun die westliche Welt lähmt.

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