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Risiko RusslandDie Ukraine-Krise erreicht Europas Banken

Sanktionen, Cyberangriffe, Kreditrisiken – der politische Konflikt mit Russland macht zunehmend auch die Bankenaufseher in Europa nervös. Sie fordern Notfallpläne.Andreas Kröner, Michael Maisch, Yasmin Osman, Gregor Waschinski und Christian Wermke 10.02.2022 - 17:02 Uhr Artikel anhören

Das Engagement des Instituts in Russland summiert sich auf 22,85 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen beläuft sich auf über elf Milliarden Euro.

Foto: BLOOMBERG NEWS

Frankfurt, Paris, Mailand. Die Ukraine-Krise treibt nicht nur die internationale Außenpolitik um, sondern zunehmend auch die europäischen Bankenaufseher. Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt vor allem die Frage, wie gut die Geldhäuser in der Euro-Zone auf wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen des Westens gegen Russland eingestellt sind.

„Wenn die Möglichkeit von Sanktionen in Umlauf gesetzt wird, dann ist das ein Thema, das Sorge bereitet. Darauf müssen sich die Banken vorbereiten“, betonte der oberste Bankenaufseher der EZB, Andrea Enria, am Donnerstag.

Darüber hinaus müssen die Geldhäuser Finanzkreisen zufolge genaue Zahlen zu ihren Aktivitäten in Russland an die EZB liefern und darlegen, welche Auswirkungen der Ausfall größerer Kredite für sie hätte. „Das Engagement von Banken aus der Euro-Zone in Russland ist sehr unterschiedlich“, sagte eine EZB-Sprecherin. Die Notenbank beobachte die Situation genau und tausche sich mit den beaufsichtigten Banken darüber aus, welche potenziellen Risiken bei einer Eskalation des Konflikts entstehen könnten.

Das Vorgehen der EZB ist eine Vorsichtsmaßnahme, die die Finanzaufsicht bei derartigen Konflikten routinemäßig ergreift. Das Risiko für deutsche Geldhäuser halten Bankenaufseher für überschaubar. Ähnlich hatte sich Ende Januar bereits Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing geäußert. Das Kreditportfolio der Bank in Russland sei unter Kontrolle, sagte er. „Wir glauben, dass wir gut aufgestellt sind, und haben deshalb zurzeit keine Bedenken.“

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