Morning Briefing: Billig: Qualitätsaktien zum Ramschpreis
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
fast alles kostet immer mehr, vom Rapsöl bis zum Toilettenpapier. Aber nur fast. Viele deutsche Aktien werden derzeit verramscht, als wäre die Frankfurter Börse ein Teppichhaus im Dauerschlussverkauf. Das vielleicht extremste Beispiel: Der Kurs des profitablen Premiumautobauers BMW liegt aktuell beim 2,8-fachen Jahresgewinn pro Aktie.
Es geht sogar noch billiger: Der Düngerproduzent K+S braucht mit einem sogenannten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 1,6 weniger als zwei Jahre, um seinen gesamten Börsenwert netto zu verdienen. Dabei dürfte es eigentlich kein vernünftiges Szenario geben, das den weltweiten Bedarf an Dünger langfristig einbrechen lassen könnte.
Unser Aktienexperte Ulf Sommer hat noch eine Reihe von weiteren Qualitätsaktien herausgefiltert, die geradezu unwirklich günstig anmuten. Und natürlich nennt er auch die Haken: So dürften in den meisten Unternehmen die Gewinne in den kommenden Rezessionsquartalen erst einmal sinken, wenn auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dauerhaft auf Null.
Sollte Ihr Keller in fünf Jahren immer noch vollstehen mit all dem gehorteten Toilettenpapier und Rapsöl und sollten Sie dann sagen: Hätte ich doch damals lieber BMW und K+S… dann geben Sie bitte nicht dem Handelsblatt die Schuld.