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ArbeitsmarktJede dritte Stelle für Fachkräfte in Deutschland unbesetzt

In vielen Branchen fehlen Fachkräfte, besonders am Bau ist der Mangel groß . Die Lage bessert sich zwar etwas – doch kann die Wirtschaft davon profitieren? 18.05.2025 - 08:19 Uhr Artikel anhören
Pflegefachkräfte bei einem Praxistraining: Foto: Friso Gentsch/dpa

Köln. Die Fachkräftelücke in Deutschland ist zwar kleiner geworden – Experten sehen in dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften aber weiterhin ein Hemmnis für die deutsche Wirtschaft. Laut Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) blieb im März jede dritte offene Stelle unbesetzt – insgesamt gut 387.000. Das waren 17,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

„Besonders gravierend ist der Fachkräftemangel im Bereich der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Analyse. Demnach konnten im März in diesem Berufsfeld mehr als 12.000 Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. In der Dachdeckerei hätten mehr als 3.000 qualifizierte Fachkräfte gefehlt. 

„Dieser Mangel gefährdet insbesondere die Umsetzung klimafreundlicher Projekte wie die Umrüstung von Heizanlagen oder den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen“, so die Fachkräfte-Experten.

Im Tiefbau hätten sich Engpässe über alle Qualifikationsniveaus hinweg gezeigt. So fehlten dort rund 2.000 Fachkräfte, mehr als 1.200 Spezialisten und über 1.100 Experten. „Damit sind zentrale Tiefbauvorhaben – etwa der Bau von Tunneln oder modernen Versorgungssystemen – von der Planung bis zur Wartung durch fehlendes Personal gefährdet.“

Großer Fachkräftemangel in Bauberufen

Als Fachkräftelücke wird die Anzahl der offenen Stellen bezeichnet, für die es rein rechnerisch keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt. Das Kofa ist beim arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) angesiedelt.

Hoffnung auf eine wirtschaftliche Trendwende weckten die angekündigten Finanzpakete für Infrastruktur und Verteidigung, hieß es weiter. Ihre Umsetzung werde jedoch durch den anhaltenden Fachkräftemangel erschwert. „Neben den finanziellen Mitteln braucht es auch Hände zur Umsetzung der zukünftigen Projekte. Diese fehlen aber besonders in Bauberufen“, erklärte Mitautor Gero Kunath.

dpa
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