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AsylZahl der Erstanträge halbieren sich im Vergleich zum Vorjahr

Im September wurden 9100 Erstanträge auf Asyl gestellt – mehr als im August, aber deutlich weniger als vor einem Jahr. Die Lage in Syrien und verschärfte Grenzkontrollen wirken nach. 01.10.2025 - 14:39 Uhr Artikel anhören
Geflüchtete: Foto: dpa

Düsseldorf. Im September haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rund 9.100 Menschen erstmals in Deutschland Asyl beantragt. Das waren deutlich mehr Schutzersuchen als im August, als rund 7.800 Erstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) eingingen. Allerdings ist ein Anstieg nach dem Sommer nicht ungewöhnlich, was mit dem Wetter und den Fluchtrouten zusammenhängt.

Im Vergleich zu 2024 sind die Zahlen nach wie vor rückläufig. Im September vergangenen Jahres hatten 18.113 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland gestellt.

Wie die dpa weiter erfuhr, stellten im vergangenen Monat knapp 10.800 Menschen Folgeanträge. Das tun Schutzsuchende vor allem dann, wenn sich die Rechtslage zu ihren Gunsten geändert hat, wenn neue Beweismittel vorliegen, die ihre Schutzwürdigkeit belegen, oder wenn sich die Lage im Herkunftsland verschlechtert hat. Zuletzt galt das vor allem für Frauen und Mädchen aus Afghanistan.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im vergangenen Oktober festgestellt, einige der von den in Afghanistan herrschenden Taliban verhängten diskriminierenden Maßnahmen gegen Frauen stellten einen Akt der Verfolgung dar. Zur Prüfung eines individuellen Asylantrags afghanischer Frauen genüge es daher, dass EU-Mitgliedsländer lediglich ihre Staatsangehörigkeit und ihr Geschlecht berücksichtigten.

Dobrindt ordnete im Mai strengere Kontrollen an

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am 7. Mai verfügt, an deutschen Grenzen sollten ab sofort auch Asylsuchende zurückgewiesen werden - mit Ausnahmen für vulnerable Gruppen, dazu zählten Schwangere und Kranke.

Außerdem ordnete er eine Intensivierung der Kontrollen an. Ein Grund für den Rückgang der Zahl der Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, dürfte der Sturz von Präsident Baschar al-Assad in Syrien vom vergangenen Dezember sein. Syrien führte über lange Zeit die Liste der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern in Deutschland an.

dpa
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