Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bilanz-Skandal Scholz will Wirecard-Gesetz bis zum Ende der Legislaturperiode verabschieden

Das Gesetz soll Regeln im Umgang mit Anlagebetrügern und Bilanzfälschern verschärfen. Der Bundesfinanzminister hat seine Kollegen zur zügigen Bearbeitung aufgefordert.
20.10.2020 - 02:41 Uhr Kommentieren
Mit dem Gesetz sollen die nach dem Wirecard-Skandal versprochenen schärferen Regeln gegen Anlagebetrüger und Bilanzfälscher umgesetzt werden. Quelle: dpa
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD)

Mit dem Gesetz sollen die nach dem Wirecard-Skandal versprochenen schärferen Regeln gegen Anlagebetrüger und Bilanzfälscher umgesetzt werden.

(Foto: dpa)

Berlin Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat den Gesetzentwurf für schärfere Prüf- und Haftungsregeln in die Ressortabstimmung gegeben und alle Kollegen aufgefordert, zügig mitzuarbeiten. „Alle, die zusammen mit mir grundlegende Reformen gefordert haben, können nun zeigen, wie ernst es Ihnen ist“, sagte Scholz der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Lippenbekenntnisse sind nicht genug, jetzt brauchen wir wirkliche Unterstützung“. Mit dem „Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität“ sollen die nach dem Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard versprochenen schärferen Regeln gegen Anlagebetrüger und Bilanzfälscher umgesetzt werden.

Scholz hatte die Regeln zusammen mit Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) erarbeitet. Das Kanzleramt hatte den Entwurf geprüft und die Abstimmung mit den anderen Ministerien zugelassen. Scholz forderte die Kollegen auf, zügig mitzuarbeiten. Er habe „ein klares Ziel“, sagte Scholz. „Die schärferen Regeln sollen noch in dieser Legislaturperiode kommen.“

Der Gesetzentwurf sieht striktere Pflichten und Auflagen für Wirtschaftsprüfer vor und ein härteres Durchgreifen der Finanzaufsicht bei Verdacht auf kriminelle Machenschaften. Bilanzprüfer sollen anders als bisher alle zehn Jahre das Unternehmen wechseln – wie es in Europa üblich ist. Wirtschaftsprüfer sollen kaum noch gleichzeitig beraten und prüfen.

Scholz und Lambrecht ziehen mit dem Gesetzentwurf die Konsequenzen aus dem im Juni aufgeflogenen Betrug des ehemaligen Dax-Konzerns Wirecard, der Anleger unter den Augen von Prüfern und Politik um mehr als drei Milliarden Euro geprellt hat.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Millionenschwere Übernahmen und dubiose Partner: Wirecards Geschäft mit überteuerten Zukäufen

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Bilanz-Skandal - Scholz will Wirecard-Gesetz bis zum Ende der Legislaturperiode verabschieden
    0 Kommentare zu "Bilanz-Skandal: Scholz will Wirecard-Gesetz bis zum Ende der Legislaturperiode verabschieden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%