Energie: Steigende CO2-Preise – Wie Union und SPD Bürger entlasten wollen
Berlin. Wer mit Öl oder Gas heizt, dem drohen ab dem Jahr 2027 hohe Mehrkosten. Grund ist die Einführung des europäischen Emissionshandels im Gebäude- und Verkehrssektor (EU-ETS 2), der den in Deutschland 2021 eingeführten nationalen CO2-Preis ersetzen soll.
Diese Abgabe verteuert gezielt fossile Brennstoffe, um klimafreundliche Alternativen attraktiver zu machen. Auch wenn die Höhe des CO2-Preises im ETS 2 noch ungewiss ist, könnten viele Haushalte an die Belastungsgrenze kommen. Vor allem in energetisch schlecht sanierten Häusern mit alten Öl- und Gasheizungen könnten sich die Heizkosten deutlich erhöhen.
Brigitte Knopf, Direktorin des Thinktanks „Zukunft KlimaSozial“ und Mitglied des von der Bundesregierung eingesetzten Expertenrats für Klimafragen, fordert die künftige Regierung auf, nach ihrer Vereidigung schnell Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um Haushalte je nach Höhe des Einkommens zu entlasten. „Der Einstieg in eine einkommensgestaffelte Förderung sollte schnell umgesetzt werden“, heißt es in einer bislang noch nicht vorgestellten Studie des Thinktanks, die dem Handelsblatt vorliegt.