Fachkräftemangel: Was Arbeitgeber Müttern, Vätern und Pflegenden wirklich bieten müssen
Berlin. Ob beim Dax-Unternehmen Henkel, beim Pharmakonzern Novartis, dem Konsumgüterhersteller Unilever oder beim Telekommunikationsanbieter Vodafone – immer mehr Betriebe bieten eine voll bezahlte Partnerfreistellung nach der Geburt eines Kindes an.
Tatsächlich müssen sich Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend um attraktive Arbeitsbedingungen kümmern. Dass dazu auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zählt, zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Prognos, die dem Handelsblatt vorliegt. Dafür wurden Mütter, Väter und pflegende Beschäftigte befragt, was sie in Sachen betriebliche Familienfreundlichkeit von ihren Arbeitgebern erwarten.
Fazit der Studie: Für 60 Prozent der Befragten sind spontane Arbeitsunterbrechungen etwa in Notsituationen sowie planbare Auszeiten sehr wichtig. 35 Prozent wären für diese Möglichkeiten sogar bereit, auf Gehalt zu verzichten.
Die Gruppe der Betroffenen ist groß: Mütter und Väter stellen demnach mit 11,6 Millionen Personen ein Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland. Hinzu kommen 2,5 Millionen Erwerbstätige, die Angehörige pflegen.